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Wie gesund sind Wasserbetten?

Rund um das Thema Wasserbett gibt es viele Meinungen, aber auch Vorurteile. Eines der Klischees ist, dass ein Wasserbett eine wegen der großen Menge Flüssigkeit gefährliche Angelegenheit ist. Außerdem gluckert und schaukelt es doch, oder nicht?

Foto: keresi72@pixabay.de

Auf einer Wassermatratze zu schlafen wurde schon von Nomadenvölkern in der Wüste praktiziert. Sie haben Ziegenhäute mit Wasser befüllt, das einerseits lebensnotwendig für die Reise durch die Wüste war, andererseits jedoch nachts eine angenehm warme und weiche Unterlage darstellte. In den 1960er Jahren kamen die ersten Wasserbetten in den Verkauf, die sich bis heute einer ständigen Weiterentwicklung unterzogen haben. Das zeigt gleichzeitig, dass die sich Wasserbetten den Wünschen der Kunden angepasst haben. Nach den anfänglichen Standardausführungen gibt es mittlerweile richtig tolle Techniken.

Wasserbetten - ein Bett mit großen Unterschieden

Unter dem Oberbegriff Wasserbett sind viele verschiedene Ausführungen erhältlich. Zu den ersten Systemen, die auf dem Markt erhältlich waren, gehörten die sogenannten Hardside-Wasserbetten. Bei dieser Art füllt die Wasserfläche die gesamte Liegefläche bis zum Rahmen des Bettes aus. Dadurch vergrößert sich zwar die Auflagefläche, es ist aber nicht so leicht, aus einem solchen Bett herauszusteigen. Die Bettkante bleibt als harter Rahmen uneingeschränkt stehen, die Matratze wird jedoch durch das Gewicht beim Verlassen des Bettes eingedrückt, es muss ein Höhenunterschied überwunden werden. Folglich ist auch das Sitzen auf der Bettkante, das gerne zum Anziehen von Strümpfen erfolgt, nicht mehr so angenehm.

Ältere Personen haben besonders große Probleme beim Aufstehen, für sie ist deshalb ein Softside-Bett die bessere Ausführung. Ein solches Wasserbett hat einen integrierten Schaumstoffrahmen, der das Ein- und Aussteigen erleichtert. Diese Wasserbetten sehen auf den ersten Blick wie eine normale Matratze ohne Bettrahmen aus. Bei den modernen Wasserbetten können Kunden heute außer den beiden vorgenannten Typen unter diesen Ausführungen wählen:

Aus dem medizinischen Bereich wurden Gelbetten übernommen, die statt einer reinen Wassermatratze eine Matratze mit mehr oder weniger dickflüssigem Gel enthalten. Seit mehr als 10 Jahren hat sich kein Institut mehr mit einem Wasserbett Test befasst. Dem Verbraucher bleibt nur übrig, sich einen Anbieter zu suchen, und ihn anhand von Informationen zu testen.

Diese Händler bieten die Möglichkeit, die gekauften Wasserbetten zu testen und bei Unzufriedenheit zurückzugeben:

Welche Vor- und Nachteile haben Wasserbetten?

Es ist wohl für die meisten Menschen ungewohnt, statt auf einer Matratze mit Schaumstoffkern auf einer Wasserbettmatratze zu liegen. Viele Verbraucher befürchten, stets gluckernde Geräusche zu hören, oder haben die Vorstellung, dass man auf einer solchen Matratze ständig schaukelnde Bewegungen macht. Die meisten Menschen befürchten einen Wasserschaden, weil so eine Matratze platzen könnte oder haben Angst, mit dem schweren Bett durch die Zimmerdecke zu fallen. Auch die Meinung, dass Wasserbetten ihren Ursprung im Erotikbereich haben, ist (immer noch) vorhanden. Vieles unbegründet, sagen Experten. Normale Fußböden müssen statisch gesehen noch mehr als die Last von einem Wasserbett aushalten. Eine mit Wasser gefüllte Matratze kann zwar mit einem spitzen Gegenstand beschädigt werden, sodass Wasser austritt, das erfolgt jedoch nicht in einer Fontäne. Außerdem hat ein Wasserbett eine Art Auffangwanne für solche Fälle, geflickt werden muss es aber trotzdem.

Viele Benutzer von Wasserbetten schwören darauf, denn sie bemerken eine längere Tiefschlafphase, schlafen fester und damit gesünder. Sie wachen erholter auf und haben entweder sehr viel weniger oder gar keine Rückenbeschwerden mehr. Dies wird vor allem auf den geringeren Auflagedruck zurückgeführt, der nicht nur für den tieferen Schlaf, sondern auch für Druckverteilung auf den Körper verantwortlich ist. Folglich wird dem Wasserbett sogar eine gewisse Anti-Aging-Wirkung nachgesagt, denn die vorgenannten Faktoren haben grundsätzlich entscheidenden Einfluss auf die vorzeitige Alterung. Dies sind Faktoren, die grundsätzlich für ein Wasserbett sprechen und im übertragenen Sinn auch dazu beitragen, gesünder zu schlafen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Wasserbett richtig eingestellt ist.

Wasserbetten vom Fachmann

Wenn das Wasserbett, ebenso wie eine normale Matratze, beim Fachhändler gekauft wird, gibt es nicht nur die Beratung vorher, sondern auch die individuelle Einstellung der richtigen Härtestufe vor Ort. Diese wird beim Wasserbett allerdings als Beruhigungsstufe bezeichnet. Die Stufen lassen sich unterschiedlich einstellen, sodass jeder Mensch die auf seine Bedürfnisse abgestimmte Wasserbettmatratze finden kann. Bei einer Doppelbettmatratze werden zwei separate Wasserkammern mit verschiedenen Beruhigungszonen verwendet. Sie lassen sich entsprechend des Körpergewichtes und passend zu einer medizinischen Vorgeschichte einstellen. Übrigens sind Wasserbetten nicht nur für Menschen mit Rückenproblemen, sondern auch für Allergiker ideal. Ein Wasserbett kann praktisch milbenfrei sein, da sich die Oberfläche der Matratze rückstandslos reinigen lässt.

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