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Fachkräftemangel

Maschinenbau sucht Auszubildende: Noch viele freie Stellen

Frankfurt/Main (dpa)

Die Babyboomer gehen nach und nach in Rente, nur wenige junge Leute kommen nach: Deutschlands Maschinenbauer beobachten einen Trend, der Grund zur Sorge bietet. Mehr als die Hälfte der Plätze im aktuellen Ausbildungsjahr sind noch unbesetzt.

Von dpa

Im aktuellen Ausbildungsjahr, das am 1. Oktober 2021 startete, sind noch rund 53.000 von mehr als 80.000 angebotenen Ausbildungsplätzen in maschinenbaurelevanten Berufen unbesetzt, wie der Branchenverband VDMA am Freitag in Frankfurt mitteilte. Foto: Oliver Berg/dpa/Archiv

Deutschlands Maschinenbauer sorgen sich um die Fachkräfte von morgen. Im aktuellen Ausbildungsjahr, das am 1. Oktober 2021 startete, sind noch rund 53.000 von mehr als 80.000 angebotenen Ausbildungsplätzen in maschinenbaurelevanten Berufen unbesetzt, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilt.

Diese bereits seit einiger Zeit andauernde Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt gebe Anlass zur Sorge. «Schon jetzt suchen unsere Unternehmen händeringend nach Fachkräften. 90 Prozent unserer Mitglieder berichteten im März 2022 von Engpässen beim Personal», berichtete Jörg Friedrich, Leiter der VDMA Bildungsabteilung.

Besonders stark waren die Engpässe demnach zuletzt bei Fachkräften in den Bereichen Mechatronik, Teilen der Metallbearbeitung sowie in der Maschinen- und Betriebstechnik. Hier suchen die Unternehmen aktuell auch die meisten Azubis.

Trend gibt Grund zur Sorge

Zwar seien die Zahlen zum Ausbildungsmarkt im Frühjahr nur bedingt aussagekräftig, auch weil viele Bewerberinnen und Bewerber sich mittlerweile direkt an Unternehmen wendeten und nicht mehr an die Bundesagentur für Arbeit, erläuterte der VDMA.

Dennoch zeige der Vergleich zum Vorjahr einen klaren Trend: die Zahl der Ausbildungsplätze in Berufen, die für die deutsche Schlüsselindustrie wichtig sind, liegt demnach aktuell 7,1 Prozent über dem Vorjahr, die der Bewerberinnen und Bewerber dagegen 3,2 Prozent darunter. «Die Babyboomer gehen in den nächsten Jahren in Rente. In Kombination mit zurückgehenden Ausbildungszahlen ist das für unsere Unternehmen eine große Herausforderung», sagte Friedrich.

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