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Semesterstart

Psychologe: Viele Studierende durch Pandemie frustriert

Stuttgart (dpa)

Online-Vorlesungen und geschlossene Bibliotheken: Vielen Studierenden fiel das Arbeiten zu Hause auf Dauer schwer. Das neue Semester startet nun in Präsenz. Doch auch das kann für manchen zu einer Herausforderung werden.

Von dpa

Wenn das neue Semester beginnt, kehren viele Studierende in die Hörsäle zurück - für manchen eine ungewohnte Erfahrung. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/dpa-tmn

Aus Sicht eines psychologischen Studienberatershaben Arbeitsstörungen bei Studierenden durch die Pandemie deutlichzugenommen - etwa das Aufschieben von Arbeiten. Viele seien sehr aufsich allein gestellt gewesen, als Präsenzveranstaltungen weggefallenund Lernorte wie Bibliotheken geschlossen oder nur beschränktzugänglich gewesen seien, sagte der Leiter der Beratungsstelle desStudierendenwerks Tübingen-Hohenheim, Stefan Balz, der «StuttgarterZeitung».

«Wenn sich der Großteil des Lebens und Lernens in einem10-Quadratmeter-Zimmer abspielt, gibt es kaum noch Trennlinienzwischen den Lebensbereichen», so der Psychologe. Viele Studierendeseien strapaziert, frustriert und enttäuscht gewesen - nicht nur vomStudium, sondern vom ganzen Leben.

Für Introvertierte hat das Studium zu Hause demnach aber durchausauch Vorteile gehabt. Zu Hause gebe es weniger Reize als an derHochschule und man sei nicht so exponiert und sozial herausgefordert,sagte Balz der Zeitung. Mit Blick auf den Start des neuen Semestersin Präsenz könne es helfen, sich klarzumachen, dass, wenn man etwasanderthalb Jahre nicht oder nicht mehr hatte, man damit nicht mehrvertraut sei. «Das ist normal und geht vielen so.»

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