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Job-Protokoll

Was macht eigentlich ein Wirtschaftsinformatiker?

Leipzig (dpa/tmn)

Digitalisierung ist oft ein abstraktes Schlagwort. Wirtschaftsinformatiker wie Stephan Sachse treiben sie in konkreten Projekten voran. Dabei muss er aber auf das Tempo im Betrieb Rücksicht nehmen.

Sabine Meuter, dpa

Stephan Sachse hat in Leipzig Wirtschaftsinformatik studiert. Nun arbeitet er beim Gashandelskonzern VNG in Leipzig als Manager Digitale Transformation. Foto: Alexander Prautzsch/dpa-tmn

Von Beruf Wirtschaftsinformatiker: Wenige haben eine ganz konkrete Vorstellung, was eigentlich hinter dieser Jobbezeichnung steht. Klar ist: Wer das Studium abgeschlossen hat, steht vor komplexen Aufgaben.

So wie Stephan Sachse. Der Wirtschaftsinformatiker arbeitet als Manager Digitale Transformation beim Gaskonzern VNG in Leipzig. Im Job-Protokoll erzählt er aus seinem Alltag.

Mein Beruf in einfachen Worten erklärt

Wirtschaftsinformatiker sind Gestalter von betriebsinternen Informationssystemen. Wir bringen Berufstätige beispielsweise dazu, dass sie effizient und nachhaltig an ihrem Rechner für ihre Firma arbeiten können. Dafür benötigen sie passgenaue und firmenspezifische Programme. Wirtschaftsinformatiker sind quasi Brückenbauer zwischen Menschen und Strukturen.

So war mein Weg in den Job

Nach dem Abitur habe ich in meiner Heimatstadt Leipzig Wirtschaftsinformatik studiert. Meine ersten beruflichen Erfahrungen habe ich in der Finanzwelt gesammelt. Später habe ich promoviert und mich einige Jahre in der Start-up-Szene umgeschaut. Und dann kam das Angebot, bei VNG als Manager Digitale Transformation tätig zu sein.

Welche Aufgaben ich habe und wie mein Alltag aussieht

Ich analysiere, ob betriebsinterne Abläufe noch zeitgemäß sind, ob sie digitalisiert werden können und ob bereits digitalisierte Abläufe noch zu optimieren sind.

Ein Beispiel: Vor einiger Zeit bestand meine Aufgabe beim Modernisieren des Intranets etwa darin, mich mit unterschiedlichen Dienstleistern wie Programmierern, Software-Entwicklern und Co. zu beschäftigen und ihre Arbeit als Team zu koordinieren und zu moderieren.

Ich bin Projektmanager, Koordinator und habe zudem eine beratende Funktion, auch gegenüber der Unternehmensspitze. Außerdem moderiere ich Teams und Workshops und habe immer im Blick, dass die Betriebsstrukturen agil, effizient und nachhaltig sind. Dabei sind auch die Themen IT-Sicherheit und Ethik wichtig.

Die Lichtblicke in meinem Job

Als Manager Digitale Transformation gestalte ich die Zukunft meines Arbeitgebers mit. Insofern hat meine Tätigkeit eine hohe Sinnhaftigkeit. Außerdem sind meine Aufgaben so vielfältig. Und schön ist auch, mit anderen Menschen intensiv zusammenzuarbeiten und nah an ihren Bedürfnissen zu sein.

Die Herausforderungen

Die digitale Welt ist extrem dynamisch, ständig gibt es Neuerungen. Da den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Gleichzeitig gilt es immer wieder abzuwägen, ob irgendein neuer digitaler Trend für das Unternehmen tatsächlich von Vorteil ist.

Manchmal kommt man bei einem komplexen Problem trotz aller Mühe nicht zu einer Lösung, das muss man hinnehmen können. Zum Teil geht es in Sachen Fortschritt bei der Digitalisierung auch so schnell, dass der ein oder andere überfordert ist. Dass man dann auch mal einen Gang zurückschalten muss, sollte man ebenfalls akzeptieren können.

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