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Weniger Stress im Job

Wie sich Entspannung üben lässt

Bonn (dpa/tmn)

Eigentlich weiß man das: Abschalten tut in arbeitsreichen Phasen gut, ist aber oft schwerer als gedacht. Systematische Entspannungsmethoden können den Stresspegel senken - wenn man sie richtig macht.

Von dpa

Runterkommen kann man üben. Doch wer systematische Entspannungsmethoden lernen möchte, braucht auch etwas Geduld. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Abschalten kann man üben. Um im hektischen Arbeitsalltag Stress abzubauen, können systematische Entspannungsmethoden helfen. Darauf weisen Professorin Andrea Chmitorz und Professor Thomas Heidenreich in der Zeitschrift «Forschung & Lehre» (Ausgabe 6/2022) hin.

Die beiden Wissenschaftler, die an der Fakultät Soziale Arbeit, Bildung und Pflege der Hochschule Esslingen lehren, zählen hierunter etwa die Progressive Muskelrelaxation (PMR), bei der einzelne Muskelgruppen in einer festgelegten Reihenfolge kurz angespannt und wieder entspannt werden - oder Autogenes Training.

Um damit eine gezielte Entspannung zu erreichen, müsse allerdings regelmäßig geübt, die Methoden im Alltag verankert werden. Denn so einfach sie auf den ersten Blick wirken können: Es handelt sich dabei nicht um Selbstläufer.

Ruhiger Rückzugsort für die Übungen empfehlenswert

Am besten plane man sich daher feste Zeitfenster für die Übungen ein und suche sich einen separaten Raum mit angenehmem Raumklima. Auch wichtig: Die übrigen Haushaltsmitglieder darauf hinweisen, dass während des Übens Störungen eher nicht erwünscht sind.

Schweifen die Gedanken bei den Übungen immer wieder zur To-do-Liste ab, empfehlen die Autoren einen einfachen Trick: Man könne sich dann die Gedanken als Wolken vorstellen, die am «Himmel vorüberziehen, um dann wieder zur Instruktion zurückzukommen und ihr zu folgen».

Wer die Entspannungsmethoden lernen möchte, kann sich etwa bei den Präventionsangeboten der Krankenkassen umsehen. Oft werden PMR oder Autogenes Training aber auch im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten. Bei Selbsthilfebüchern oder Apps raten die Autoren hingegen zu einem kritischen Blick. Die wissenschaftliche Substanz sei hier unterschiedlich ausgeprägt.

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