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MaaS - Wann kommt die dringend erforderliche Verkehrswende?

Ob in Berlin, München, Hamburg, Dortmund oder auch hier im Münsterland: Das Auto stellt nach wie vor in den meisten Regionen das beliebteste und am häufigsten genutzte Fortbewegungsmittel dar. Das spiegelt sich nicht zuletzt in der steigenden Anzahl der Fahrzeuge dar. Dies betrifft auch LKWs, die in der Mehrzahl von Unternehmen für den Transport von Waren genutzt werden. Und das trotz hoher Spritpreise, Parkraummangel in den Innenstädten, Staus und belastender Emissionen.

Von Aschendorff Medien

Foto: Adobe Stock

Das Verkehrsaufkommen nimmt dadurch immer weiter zu, während die infrastrukturellen Erweiterungsmöglichkeiten eingeschränkt, teilweise sogar schon erschöpft sind. Eine Trendwende im Verkehr ist unausweichlich und steht längst auf der Agenda von Städten und Gemeinden ganz oben auf der Agenda. Wirklich erfolgversprechende Optionen sind aber rar gesät. Hoffnungen machen jetzt aber vor allem Mobilitätslösungen wie Mobility as a Service (kurz: MaaS).

Mobilität der Zukunft: Mobility as a Service rückt immer mehr in den Fokus

Das hohe Verkehrsaufkommen in ganz Deutschland zeigt dabei vor allem eins auf: Die Mobilität stellt einen wesentlichen Faktor für die Menschen dar. Sie ist Basis für modernes Leben sowie für eine starke Wirtschaft. PKWs und LKWs sind hierbei wichtige Akteure, aber eben nicht die einzigen Optionen. Eine nachhaltige Mobilität der Zukunft muss daher auch alle zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel nutzen. Das bedeutet eine Integration aller Optionen von der Straße über Schienen und Wasserwege bis hin zur Luftfahrt. Mobility Solution ist angesagt.

Besonders ein Konzept kommt dabei immer mehr zum Tragen kommen: Mobility as a Service. Wie das funktionieren kann, zeigt die Computerbranche bereits seit Jahren mit SaaS (Software as a Service). Software als Dienstleistung zählt mittlerweile zu den etablierten Angeboten im IT-Bereich und wird von zahlreichen Unternehmen genutzt. Mobilitätslösungen können genau nach diesem Funktionsprinzip für eine echte Verkehrswende in Deutschland sorgen. Zwar ist diesbezüglich noch längst kein Durchbruch erzielt worden, aber es zeichnet sich deutlich ab, welche Bedeutung das zukunftssichere Mobility as a Service Prinzip in den kommenden Jahren erlangen wird.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff MaaS?

Ganz einfach ausgedrückt, bedeutet MaaS, dass der Besitz eines Fahrzeugs keine Voraussetzung mehr für persönliche Mobilität ist. Stattdessen wird die Fortbewegung auf verschiedene Dienste verteilt. Zu den möglichen Transport- bzw. Fortbewegungsmittel zählen neben dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem klassischen Taxibetrieb auch Carsharing-Dienste, Bike-Sharing, Ride-Hailing, Suttle-Dienste sowie der Luft- und Schiffsverkehr. Das ist aber noch nicht alles. Denn die Mobilität der Zukunft ist auch stark mit der Digitalisierung des Verkehrssektors verbunden. So steht MaaS gleichzeitig auch für Software- und Plattformlösungen, mit deren Hilfe die verschiedenen Dienstleistungen unterschiedlicher Mobilitätsanbieter gebündelt, miteinander verknüpft und bedarfsgerecht von den Menschen in Anspruch genommen werden können.

Durch die Softwareanbindung können gleich mehrere Bedürfnisse und Ziele im Rahmen von Mobility as a Service abgedeckt werden. Typische Beispiele hierfür sind:

  • Ermöglicht die multimodale Planung von individuellen Routen seitens der Nutzer.
  • Erlaubt die direkte Buchung des jeweils passenden Fortbewegungsmittels.
  • Gewährleistet ein bargeldloses Payment über eine App direkt vom Smartphone und anderen mobilen Endgeräten aus.

So funktioniert schon heute Mobility as a Service in der Praxis

Ein schon jetzt häufig verwendetes Modell sind Peer-to-Peer-Fahrgemeinschaften oder Vermietungen. Es gibt zum Beispiel Apps für spontane Fahrgemeinschaften. Auch private Carsharing Angebote gewinnen immer mehr an Bedeutung. Zudem existieren bereits Plattformen und alternative Transportarten, die in eine mobile App integriert werden können. Jede der angebotenen Transportoptionen

Zudem gibt es auch kommerzielle und öffentliche Fahrgemeinschafts-Plattformen sowie verschiedene Transportarten. Jede Transportoption kann in eine digitale mobile App integriert werden, decken von der Streckenplanung über die Buchung bis hin zur elektronischen Zahlung sämtliche Prozessschritte ab. Und das ist erst der Anfang. Laut Experten soll MaaS weltweit bis etwa 2030 einen Wert von über 1,75 Billionen US-Dollar aufweisen.

Dies betrifft auch die Fahrgemeinschaften. Bis 2025 wird erwartet, dass die Apps für Fahrgemeinschaften die Zahl von rund 25 Millionen Mitglieder erreichen. Auch in Deutschland ist eine zukunftssichere Mobility as a Service Lösung längst im Kommen. Es ergibt aber auch Sinn: Denn dadurch würde das Verkehrsaufkommen nachhaltig gedrückt und zudem Umweltbelastungen reduziert.

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