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Mode

Das Comeback des Rucksacks

Bereits in den 90ern ist er als Alternative zur Handtasche eine Zeitlang abseits von Wanderwegen, Schulen und Sporteinrichtungen sehr präsent gewesen. Sowohl Frauen als auch Männer haben ihn vor rund zwanzig Jahren gerne als trendiges Accessoire getragen. Doch der Rucksack an sich ist schon deutlich älter. Bereits in der Steinzeit wurde er als Transportmittel verwendet.

Das beweist der Fund dieses Tragegestells beim Gletschermenschen Ötzi. Bis ins 21. Jahrhundert war der Rucksack allerdings eher zweckmäßig als schick und wurde primär benutzt, um Dinge komfortabel von A nach B zu transportieren und auf längeren Wegen mit sich zu tragen. Als modisches Ausrufezeichen wurde er erstmals in den 1970ern verwendet. Im Zuge des Vietnamkriegs protestierten Menschen gegen Gewalt und Kampf, indem sie ausrangierte Militär-Kleidung und –Rucksäcke getragen haben. Seitdem ist das Transportmittel zum Mode-Accessoire aufgestiegen, das - wie die Kleidung - die jeweilig herrschenden Trends repräsentiert.

1980er

Der Fitnessboom brachte Sportrucksäcke hervor, die zu den sportiven Outfits mit Leggings, Stulpen und Stirnband kombiniert wurden. Diese stammten von bekannten Sportmarken.

1990er

In dieser Zeit war eine Marke besonders beliebt: Eastpak. Der typische Rucksack aus Nylon war bereits von weitem an seiner charakteristischen Form mit dem großen Hauptfach und einer kleineren Frontttasche zu erkennen.

2000er

Im Zeitalter der Digitalisierung begannen sich die Menschen wieder mehr nach der Natur zu sehnen. Diese Sehnsucht spiegelte sich darin wider, dass der Rucksack Präsenz als Sinnbild für ein naturverbundenes, entschleunigtes Leben zeigte. Seit letztem Jahr tragen Trendorientierte und Modebegeisterte wieder verstärkt einen Rucksack. Die Mode-Szene hat die Vorteile des praktischen Accessoires neu für sich entdeckt und ist begeistert davon, die Hände frei zu haben und viele Sachen komfortabel transportieren zu können.

Der Rucksack ist somit seit seiner Erfindung nie wirklich weggewesen. Nur die Verwendung als modisches Accessoire unterliegt Schwankungen – genauer gesagt Trends. Längst sind daher Rucksäcke nicht nur von speziellen Herstellern oder Sportmarken erhältlich. Selbst bei bekannten Designern und Premium-Marken sind sie Teil der Kollektionen. Die Bandbreite unterschiedlicher Modelle reicht daher auch von sportiv über leger bis zu elegant. Sie erinnern mitunter in ihrer Form nicht unbedingt an den klassischen Rucksack, sondern eher an Handtaschen. Abnehmbare Schulterriemen, Kettendetails und hochwertige Materialien wie Wildleder unterstützen diesen Eindruck. In diesem Blogbeitrag hier werden Rucksäcke vorgestellt, die derzeit im Trend liegen und mit bunten Mustern versehen sind, die an die der Flower-Power-Epoche angelehnt sind.

Dass jetzt wieder mehr Frauen Rucksack statt Handtasche tragen werden, findet auch bei Orthopäden große Zustimmung. Denn er verteilt seine Last auf beiden Schultern, was deutlich rückenschonender als eine einseitige Belastung ist. Zudem verbessert dies die Haltung. Wenn eine schwere Handtasche nur auf einer Seite getragen wird, nimmt der Rücken automatisch eine schiefe, zur Seite geneigte Position ein. Diese kann auf Dauer zu Schmerzen und Schädigungen der Wirbelsäule führen. Allerdings halten sich die Trägerinnen und Träger nicht immer an die korrekte Trageweise. In den 1990ern wurde der Rucksack zum Beispiel an möglichst langen Schulterriemen oder lässig auf einer Schulter getragen. Bei beiden Varianten ist der rückenschonende Vorteil, das Gewicht gleichmäßig auf den Körper zu verteilen, nicht gegeben. Bei den vergangenen Herrenmodenschauen trugen die Models die Rucksäcke der aktuellen Kollektion sogar in der Hand anstatt auf dem Rücken, um den Trend zur neuen Herren-Handtasche, dem Rucksack, zu visualisieren.

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