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Sonderveröffentlichung

Die ideale Figur im Wandel der Zeit

Kein Ideal wurde so oft verändert und diskutiert wie das der weiblichen Figur. Von den kurvigen 50er Jahren über die zierlichen 90er bis hin zu Super-Po, Plus-Size und Body Positivity in der heutigen Zeit gab es in jedem Zeitalter eine Orientierung, wie die „ideale“ Frau zu sein hat.

Foto: colourbox.de / Kzenon

Und dabei gibt es doch das schöne Sprichwort: „Schönheit liegt im Auge des Betrachters.“ Dennoch ist es die Gesellschaft, die das Schönheitsideal über die Jahrhunderte hinweg immer wieder neu geprägt hat.

50er Jahre: kurvig und weiblich

Wer erinnert sich nicht an Marilyn Monroe in diesem weißen, hautengen Badeanzug, in dem ihre weiblichen Kurven in einer typischen Sanduhrfigur zur Geltung kamen? In den 50er Jahren waren Kurven, viel Busen, eine breite Hüfte und eine schlanke Taille DIE Must-haves. Kein Wunder, dass sich die heutige Mode gern an den Highlights der 50er Jahre orientiert. Insbesondere Große Größen für Damen nehmen diesen Trend auf, um eine kurvige Silhouette optimal in Szene zu setzen.

60er: schmal und androgyn

In den 60er Jahren war das Gegenteil DER Trend. Schmale, spindeldürre Figürchen, die schon beinahe androgyn wirkten, auf einer Körpergröße von über 1,70 m galten als Schönheitsideal. Zerbrechliche Beautys mit Kulleraugen à la Audrey Hepburn, „Twiggy“ und „The Shrimp“ waren der Figurinbegriff der 60er.

70er: fit und gesund

Anschließend setzte sich die sportive Powerfrau durch. Sie war groß und schlank, aber auch fit und gesund. Vorbilder waren beispielsweise die Schauspielerinnen aus „Drei Engel für Charlie“ („Charlie’s Angels“) und „Wonder Woman“. Eine gesunde Kleidergröße 38 war die Definition von Schönheit und Farrah Fawcett DIE Verkörperung eines Sexsymbols.

80er: athletisch und groß

Der obengenannte Trend aus den 70ern entwickelt sich im nächsten Jahrzehnt weiter, denn die 80er überzeugten mit Models wie „The Body“ – auch bekannt als Elle Macpherson. Das Ideal war ein athletisches, großes Supermodel mit langen Beinen. Sport war DAS Instrument, um so durchtrainiert auszusehen.

90er: dünn und zierlich

Die 90er brachten wiederum eine Kehrtwende. Es ging zurück zur dünnen, zierlichen und androgynen Figur. Vorbild war Kate Moss, die mit ihrem Look sogar die blasse Haut zum Ideal machte. Es war ein Jahrzehnt, das im Zeichen des Minimalismus stand. Size Zero, flache Brüste und ein graziler Körperbau wurden zum Schönheitsstandard.

2000er: sexy und trainiert

In den 2000er Jahren wandelt sich das. Die Jahrtausendwende brachte die sexy, trainierten Badenixen zurück. Gisele Bündchen, Alessandra Ambrosio und Adriana Lima waren das Ideal dieses Jahrzehnts. Große Brüste, die mit Push-up-BHs zusätzlich hervorgehoben wurden, gingen mit langen Beinen und einem super durchtrainierten Körper einher. Da war kein Gramm Fett zu sehen.

2010er: prall und Plus-size

Wenig später rückte ein Körperteil wieder ins Rampenlicht, das schon lange auf Aufmerksamkeit gewartet hatte – der pralle Po durfte dank Stars wie Jennifer Lopez und Kim Kardashian zum Must-have avancieren. Zudem eroberten Plus-size-Models den Markt. Ashley Graham und Kate Upton sorgten mit ihren Kurven für mehr Abwechslung auf dem Modemarkt.

Heutzutage wird Body Positivity großgeschrieben. Die Welt der Ideale war nie vielseitiger. Es wird immer wieder appelliert zu akzeptieren und zu tolerieren. Das Schönheitsideal „superdünn“ hat langsam, aber sicher ausgedient.

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