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Haarausfall - Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Haarausfall ist für die meisten Betroffenen ein großer Schock. Doch woran kann es liegen, wenn die Haare plötzlich vermehrt ausfallen und was kann man dagegen tun? Nachfolgend wird erklärt, was alles zu Haarverlust führen kann, was bei der Vorbeugung hilft und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

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Foto: Colourbox

Haarausfall - mögliche Ursachen

Die psychischen Folgen von Haarschwund sind nicht zu unterschätzen, denn das Selbstbewusstsein und die Lebensqualität leiden bei vielen erheblich darunter. Vom krankhaften Haarausfall wird gesprochen, wenn über eine längere Zeit mehr als 100 Haare täglich ausfallen. Es ist immer wichtig, so schnell wie möglich die Auslöser für den Haarausfall zu ermitteln, um frühzeitig entgegenzusteuern. Die Ursachen können vielfältig sein, zum Beispiel:

  • Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Biotin, Eisen, Zink, Vitamin A, B und C, beispielsweise durch strenge Diäten, eine einseitige Ernährung oder gestörte Nahrungsverwertung
  • Krankheiten wie Schilddrüsenerkrankung oder Krebs
  • Einnahme bestimmter Medikamente, beispielsweise Zytostatika im Rahmen der Chemotherapie, Mittel gegen Schilddrüsenüberfunktion, Gerinnungshemmer oder Medikament gegen erhöhte Blutfettwerte
  • hormonelle Schwankungen, beispielsweise nach der Schwangerschaft
  • psychische Belastungen
  • falsche Haarpflege oder häufiges Färben
  • Rauchen
  • genetische Faktoren

Um Haarausfall vorzubeugen, muss demnach die Ursache klar definiert und beseitigt werden. Vor allem biotinreiche Nahrungsmittel können dem Haarausfall entgegenwirken, beispielsweise:

  • Haferflocken
  • Vollkornprodukte wie Brot und Nudeln
  • Nüsse wie Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Weizenkeime

B-Vitamine stecken in folgenden Lebensmitteln:

  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Weizenkeime

Vitamin A:

  • Spinat
  • Mohrrüben
  • Brokkoli

Haarausfall stoppen oder kaschieren

Es gibt wirksame Lösungen wie Koffein-Shampoos oder Mittel wie Minoxidil, um den Haarverlust einzudämmen oder zu überdecken. Egal, welche Form von Haarausfall vorliegt, es ist immer wichtig, dass die Haarfollikel intakt bleiben. Sind sie unwiderruflich zerstört, können keinen neuen Haare gebildet werden. Dann hilft nur eine Haartransplantation, um die kahlen Areale zu kaschieren. Sie ist auch sinnvoll, wenn vorherige Versuche, den Haarverlust zu stoppen, gescheitert sind. Das kann beispielsweise beim erblich bedingten Haarverlust der Fall sein. Haartransplantationen sind eine dauerhafte Lösung. Es gibt sie aktuell in Istanbul, aber auch in Hannover. Wenn der Haarausfall aus einer Krankheit resultiert, ist sie zunächst zu bekämpfen, bevor die Haartransplantation erfolgt.

Zusammenfassung

Vereinzelte Haare im Kamm oder auf dem Kopfkissen zu finden, hierbei besteht kein Grund zur Sorge. Dies ist ein natürlicher Prozess. Ein täglicher Verlust von mehr als 100 Haaren ist jedoch bedenklich. Die möglichen Ursachen sind vielschichtig, beispielsweise eine genetische Veranlagung, ein schwankender Hormonhaushalt, Nährstoffmangel, Stress oder Krankheiten. Zunächst ist es immer wichtig, herauszufinden, welche Ursachen vorliegen, um den Haarausfall stoppen zu können. Bleibt es aus, schreitet er voran. Gelingt es nicht, ihn einzudämmen, beispielsweise bei erblich bedingtem Haarausfall, ist die Haarverpflanzung eine dauerhafte Lösung und gute Möglichkeit, wieder zurück zur vollen Haarpracht zu gelangen.

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