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Was genau ist ein Jobrad und was gilt es zu beachten?

Die Pandemie im Jahr 2020 hat dem Fahrrad in Deutschland richtig gutgetan.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Nach den aktuellen Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes wurden im letzten Jahr rund eine Million Räder mehr verkauft als 2019. Dies ist eine Steigerung von etwa 35 Prozent. Das Leasen von Fahrrädern wird seit einigen Jahren als Alternative zum Kauf angeboten. Auch als Dienst- oder Jobrad ist das Fahrrad mittlerweile in vielen Unternehmen erhältlich. Ein Jobrad - was ist das eigentlich?

Das Jobrad kann über die Gehaltsumwandlung finanziert werden

Das Job- oder Dienstrad ist sozusagen der Dienstwagen auf zwei Rädern. Es wird vom Arbeitgeber geleast und dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt. Dies funktioniert zum Beispiel über die Entgelt- oder Barlohnumwandlung. Der Arbeitnehmer tauscht bei der Gehaltsumwandlung einen Teil seines Bruttolohns gegen eine andere Leistung um. In diesem Falle ist es das Jobrad. Die Raten werden monatlich automatisch vom Arbeitgeber abgezogen. Das Besondere an dieser Form der Überlassung ist, dass die Raten für das Fahrrad vor der Versteuerung des Einkommens abgezogen werden. Da der Arbeitnehmer das Fahrrad auch privat nutzen darf, entsteht ein geldwerter Vorteil, der mit 0,25 Prozent versteuert werden muss. Wer das Job- oder Dienstrad über diese Variante nutzt, spart bis zu 40 Prozent gegenüber dem Direktkauf. Falls sich der Arbeitgeber mit Zuschüssen beteiligt, kann die Ersparnis noch höher sein. Auf der folgenden Seite findet man mehr Informationen zum Thema Jobrad.

Das Jobrad kann auch als Gehaltsextra zur Verfügung gestellt werden

Seit dem Jahr 2019 können Arbeitgeber ihren Angestellten auch eine Job- oder Dienstrad-Variante anbieten, die komplett steuerfrei ist. Es handelt sich dabei um das Jobrad als Gehaltsextra. Das Fahrrad wird dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn überlassen. Geregelt ist diese Dienstrad-Variante im § 3 Nr. 37 EStG. Da der Arbeitgeber die komplette Finanzierung und alle weiteren Kosten übernimmt, entfällt der geldwerte Vorteil für den Arbeitnehmer und er fährt das Dienst- oder Jobrad komplett steuerfrei. Die Regelung gilt für alle Fahrräder und für sogenannte Pedelecs mit einer Motorunterstützung bis 25 km/h.

Der Arbeitnehmer darf sich sogar sein Dienstrad selbst aussuchen

Es kursieren immer wieder Gerüchte, dass nicht jedes Fahrrad als Jobrad genutzt werden kann. Dies stimmt allerdings überhaupt nicht. Da der Arbeitgeber für das Leasing mit einem Mobilitätsdienstleister zusammenarbeitet, kann sich der Arbeitnehmer sein gewünschtes Rad selbst aussuchen. Dies kann ein Faltrad, Rennrad, Mountainbike, Trekkingrad oder auch ein Citybike sein. Selbstverständlich zählen auch alle elektrisch angetriebenen Fahrräder dazu, die der Dienstleister in seinem Sortiment hat. Falls der Arbeitgeber keine besonderen Vorgaben für das Leasing macht, kann das Fahrrad auch mehrere Tausend Euro kosten. Besonders interessant für den Arbeitnehmer ist außerdem, dass das Fahrrad auch für private Zwecke genutzt werden kann. Das Fahrrad kann zum Einkaufen, zur Fahrt zum Sport oder auch für einen Stadtbummel genutzt werden. Selbst die Fahrt in den Urlaub ist mit dem Dienstrad möglich. Das Jobrad darf immer dann wie das eigene Fahrrad genutzt werden, wenn der geldwerte Vorteil versteuert wird.

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