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Regeln sind verschieden

Winterurlaub: Welche Fernziele sind machbar?

Berlin (dpa/tmn)

Der vergangene Lockdown-Winter war eintönig - auch für Reisende. Doch mittlerweile lockt manches ferne Sonnenziel. Die Regeln sind aber höchst verschieden. Ein Blick auf wichtige Fernreiseländer.

Von Philipp Laage, dpa

Winterflucht am Strand in Punta Cana: Die Dominikanische Republik in der Karibik empfängt ausländische Reisende. Foto: Christian Röwekamp/dpa-tmn

Als die Grenzen sich schlossen und die Welt in den Corona-Shutdown ging, entstand eine ungewohnte Situation: Die Ferne war plötzlich unerreichbar. Doch nun sind immer mehr Menschen geimpft. Ein Überblick über die wichtigsten Ziele auf der Fernstrecke für deutsche Reisende.

Nordamerika: Geimpft ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Ob Städtereise nach New York, Winterflucht in den Sunshine State Florida, Flitterwochen auf Hawaii oder Skifahren in den Rocky Mountains: Ein Urlaub in den USA wird für EU-Bürger ab November wieder möglich sein - nach gut eineinhalb Jahren Einreisestopp. Touristen brauchen künftig nach Angaben der US-Regierung eine vollständige Impfung und einen negativen Corona-Test.

Karibik und Mittelamerika machen Badespaß möglich

Die Dominikanische Republik ist ein beliebtes Karibik-Ziel für deutsche Urlauber. Die gute Nachricht: Touristen aus Deutschland können derzeit einreisen. Sie benötigen nicht einmal einen PCR-Test, zeigen die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes (AA). Eventuell wartet am Flughafen dann aber eine Gesundheitskontrolle. Nötig ist zudem ein E-Ticket für Ein- und Ausreise.

Eine Alternative könnte Kuba werden. Das Land ist derzeit Hochrisikogebiet. Für die Einreise sind PCR-Tests vor und nach der Ankunft erforderlich. Und: Individualtouristen müssen nach der Einreise für mindestens fünf Tage in ein Quarantänehotel. Mitte November könnte es Plänen zufolge Erleichterungen geben.

Ein ebenso beliebtes wie vielseitiges Winterziel ist auch Mexiko. Das Land hat ausländischen Reisenden während der gesamten Pandemie kaum nennenswerte Beschränkungen auferlegt. Die Grenzbehörden verlangen weder Impfnachweise noch negative Tests. In Mexiko grassiert das Coronavirus allerdings nach wie vor stark.

Afrika: Safari-Urlaub und Relaxen am Kap

Auf dem afrikanischen Kontinent bieten sich einige Optionen: Urlaub in Südafrika ist mit einem negativen Corona-Test möglich. Außerdem ist das Safari-und-Rundreise-Land mit der Metropole Kapstadt kein Risikogebiet mehr. Das Gleiche gilt für das bei Deutschen beliebte Namibia. Für die Einreise dort ist ein negativer PCR-Test nötig - auch für Touristen, die bereits vollständig geimpft sind.

In Ostafrika ist Kenia eine Option, auch wenn derzeit noch eine Reisewarnung besteht. Negativ getestete Ausländer dürfen einreisen, Reisende aus Deutschland müssen nicht in Quarantäne.

Indischer Ozean: Social Distancing auf der Trauminsel

Die Malediven stehen ausländischen Gästen schon seit Längerem offen. Wer seinen gesamten Urlaub in einem der Insel-Resorts verbringt, muss nicht geimpft sein. Reisende, die auf einer der bewohnten Inseln unterkommen, brauchen laut AA aber eine Impfung. Für die Einreise ist immer ein negativer PCR-Test erforderlich.

Mauritius öffnet sich für Menschen mit Impfung: Vom 1. Oktober an müssen vollständig geimpfte Reisende nicht mehr in Hotel-Quarantäne. Sie können sich auf der Insel wieder frei bewegen. Bei der Einreise muss weiterhin ein negativer PCR-Test vorgezeigt werden.

Ein weiteres machbares Ziel im Indischen Ozean sind die Seychellen. Der Inselstaat verlangt für die Einreise einen negativen PCR-Test und eine Gesundheitsgenehmigung, die vorab beantragt werden muss.

Arabische Welt: Baden in Ägypten und Urlaub am Golf

Zugegeben, Ägypten ist eher Mittelstrecke als Langstrecke. Der Winter dort ist aber ziemlich sonnig und warm. Wer sich von der Reisewarnung nicht abschrecken lässt, kann aus Deutschland mit einem negativen PCR-Test einreisen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind als Winterdestination ebenfalls sehr populär. Für Reisende wichtig: Die Topziele Dubai und Abu Dhabi haben unterschiedliche Einreisevorschriften. Benötigt wird stets ein negativer PCR-Test, die Details gehen leicht auseinander. Außerdem ist eine Auslandsreisekrankenversicherung erforderlich.

Südostasien: Urlaub mit Hindernissen - oder gar nicht

Besonders Thailand ist für deutsche Reisende von Interesse. Das Land verfährt seit Wochen nach dem Motto: Öffnung in kleinen und zugleich kleinteiligen Schritten in ausgewählten Landesteilen. Die bürokratischen Auflagen sind hoch. Die Regeln ändern sich zudem häufig. Letzter Stand ist: Vollständig Geimpfte müssen ab dem 1. Oktober nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Zehn Tage sind es für nicht-geimpfte Besucher. Die Öffnung weiterer Regionen wurde erst einmal wieder verschoben.

Andere Länder der Region sind für Reisende aus Europa noch dicht. Das gilt zum Beispiel für Indonesien mit der Insel Bali. Auch Vietnam und Malaysia lassen noch keine Ausländer einreisen. Singapur dagegen lässt vollständige geimpfte Reisende aus Deutschland seit Kurzem wieder ohne Quarantäne ins Land.

Australien und Neuseeland: Abschottung dauert an

Hier ist Geduld gefragt: Die beiden Länder am anderen Ende der Welt - einst beliebte Ziele für Rundreisen und Work-and-Travel - schotten sich weiterhin ab. Die Einreisesperre gilt nach wie vor.

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