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Sonderveröffentlichung

Vorteile gebrauchter IT

Die Kaufzahlen gebrauchter IT steigen. Geringere Anschaffungskosten im Vergleich zur Neuware sind der mutmaßliche Hauptgrund für einen Anstieg der Absatzzahlen. Dieser Vorteil ist bereits seit Jahrzehnten bekannt. Heutzutage rücken verstärkt weitere Vorteile in den Vordergrund, wozu allem voran der Umweltschutz gehört. Die professionellen Händler für Gebraucht-IT tragen ihrerseits ebenfalls dazu bei, dass die Anteile der Gebrauchtkäufe am gesamten IT-Absatz steigen: Sie verkaufen mit Garantie, generalüberholen die Geräte sowie deren Komponenten und bieten Waren mit generell hoher Qualität an.

Aschendorff Medien

Foto: Pixabay

Garantie und Langlebigkeit trotzdem vorhanden

Die Zeit ist rauf, mit einem hartnäckigen Vorurteil aufzuräumen: Kritiker gebrauchter IT behaupten vereinzelt, es sei keine Garantie gegeben und die Geräte würden aufgrund des bestehenden Abnutzungsgrades keinen langen Dienst mehr erweisen. Ob dieser Nachteil greift, hängt vom Verkäufer ab. Wer sich Marken-IT eines professionellen Gebraucht-Verkäufers kauft, idealerweise generalüberholt und mit Garantie, wird in puncto Langlebigkeit tatsächlich kaum Einbußen im Vergleich zur Neuware hinnehmen müssen.

Was die wenigsten Personen wissen, ist, dass Marken-IT für den beruflichen Anwendungsbereich auf eine Nutzungszeit von 5 Jahren ausgelegt ist. Anders verhält es sich bei der in der Breite der Bevölkerung genutzten Consumer-IT, die rund 2 bis 3 Jahre einen guten Dienst erweist. Unternehmen, die professionelle Business-Hardware nutzen, schließen meist Leasing-Verträge ab. Weil die Verträge allerdings nach 2 oder maximal 3 Jahren abgelaufen sind, wird die Hardware an den Leasing-Anbieter abgegeben. Dieser verkauft sie an einen professionellen Gebraucht-Händler, der daraufhin an Interessenten weiterverkauft, nachdem er die Hardware geprüft und generalüberholt hat. Diese Generalüberholung umfasst bei professionellen Verkäufern u. a. die Reinigung der Hardware und eine Behebung von eventuellen funktionellen Beschädigungen.

Ob die Hardware nach dem Gebraucht-Kauf die guten Aussichten auf Langlebigkeit erfüllt, hängt ein Stück weit von den Nutzern ab. Häufig ist dabei die Akku-Nutzung der entscheidende Aspekt: Die meisten Geräte haben Lithium-Ionen-Akkus verbaut, die im Idealfall in einem Ladezustand zwischen 20 bis 80 oder noch besser 30 bis 70 % genutzt werden, weil es die Elektroden des Akkus am wenigsten belastet. Bei stationären Desktop-PCs ohne Akku spielt stattdessen die Lüftung im Laufwerk eine wichtige Rolle, weil sie die Hardware vor Schäden durch Überhitzung und vor schneller Abnutzung bewahrt.

Umweltschonung gewinnt immer mehr Bedeutung

Der zunehmende Kauf gebrauchter IT reduziert den Bedarf an neuen Produkten, was sich auf die Produktion neuer Produkte auswirkt. Durch die verringerte Produktion neuer Produkte werden weniger Ressourcen verbraucht, was umweltschonend ist. Dementsprechend gilt der Kauf gebrauchter IT als eine umweltfreundliche Entscheidung.

Laut Umweltbundesamt verursacht die Herstellung den größten Anteil an schädlichen Emissionen im Zusammenhang mit Computern. Die Nutzung ist also weniger das Problem, stattdessen die Herstellung. Daher rät das Umweltbundesamt u. a. zu folgenden Maßnahmen:

  • Prüfung der Option, einen gebrauchten Computer anstelle eines neuen Computers zu kaufen
  • einzelne Bauteile austauschen und Computer modernisieren, anstatt ihn zu wechseln
  • alte Betriebssysteme in Open-Source-Betriebssysteme umtauschen, um aktuelle Software nutzen zu können

Diese Empfehlungen legen im ersten Stichpunkten nicht nur die Überlegung eines Gebrauchtkaufs nahe, sondern geben außerdem Hinweise, wie ein Computer langfristig aktuell gehalten wird. Halten sich Nutzer an die Hinweise, so ist es wahrscheinlich, dass die gebrauchte IT möglichst lange nutzbar bleibt.

Fakt ist, dass sich das Klima dramatisch verändert und diese Veränderungen wissenschaftlich längst nachgewiesen sind. In Zeiten des steigenden Engagements für den Klima- und Umweltschutz profilieren sich zahlreiche Unternehmen damit, Maßnahmen zum Umweltschutz zu ergreifen. Gebrauchte IT zu nutzen, kann für viele Unternehmen eine geeignete Profilierungsmaßnahme, ein vorteilhafter Marketing-Zug und zugleich die lobenswerte gute Tat für die Umwelt sein.

Kostenvorteile sind der Hauptgrund

Der eigene Nutzen steht bei einer Kaufentscheidung im Vordergrund. Bis zu 75 % des Neupreises fallen beim Kauf gebrauchter IT bei den meisten Händlern an. Somit sind Ersparnisse von mindestens 25 % üblich. Ob diese Ersparnisse die Einbußen, die man gegenüber einem Neukauf hinnehmen muss, aufwiegen, werden Nutzer für sich selbst und individuell entscheiden müssen.

In die Überlegungen um den Kosten-Nutzen-Faktor sind zudem die laufenden Kosten mit einzuberechnen: Damit sich gebrauchte Hardware in der Anschaffung langfristig lohnt, sollte sie energiesparsam sein. Hier haben neue Computer gegenüber älteren Computern des Öfteren ihre Vorteile. Professionelle Gebrauchthändler haben ihr Sortiment in den letzten Jahren sukzessive um energiesparsame Marken-IT erweitert, sodass auch hinsichtlich verbrauchsarmer gebrauchter IT genug Auswahlmöglichkeiten für potenzielle Käufer bestehen.

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