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Hitze

Klimaanlage für den Sommer? - Kühlen Kopf bewahren beim Kauf

Hohe Temperaturen, drückende Hitze und Schwüle machen nicht nur Bewohnern von Dachgeschosswohnungen im Sommer zu schaffen: Von Juni bis September wird es von Jahr zu Jahr immer heißer und die Hitzeperioden länger, weshalb das Kühlen im Sommer mittlerweile genauso wichtig geworden ist, wie das Heizen im Winter. Immer mehr Menschen möchten deshalb eine eigene Klimaanlage, doch beim Kauf gibt es einige wichtige Dinge zu beachten.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Was für Modelle gibt es bei Klimaanlagen?

Insgesamt gibt es drei verschiedene Arten von Klimaanlagen: Mobile Klimageräte, Fenstergeräte und Split-Geräte. Die Modelle sind nur schwer miteinander zu vergleichen, da sie sich in ihrer Bauweise, Leistung, Energieverbrauch und im Komfort stark voneinander unterscheiden. Wichtig ist dabei vor allem die korrekte Montage der Geräte, damit diese gut und langfristig funktionieren. Das sollte von professionellen Unternehmen übernommen werden, um nicht nur gut beraten zu werden, sondern damit die Klimaanlage auch korrekt installiert wird und nicht plötzlich im Hochsommer ausfällt.

Mobile Klimageräte (einteilig)

Diese Klimageräte findet man vor allem im Sommer, in so gut wie jedem Baumarkt. Der Vorteil ist, dass diese Klimageräte nicht an einer Wand oder einem Fenster montiert werden müssen, deshalb werden diese vor allem in Mietwohnungen häufig und gerne genutzt. Der Anschaffungspreis ist jedoch relativ hoch, genau wie der Geräuschpegel, da sich die Kältemaschine im Wohnraum befindet. Die Funktionsweise der mobilen Klimageräte ist simpel: Die Wärme im Raum wird angesogen und durch einen Schlauch nach draußen geleitet. Dieser befindet sich in der Regel zwischen einem gekippten Fenster oder einer Türe. Der Nachteil ist, dass durch diese Öffnung nach draußen, auch gleichzeitig wieder warme Luft nachströmt und die Kühlung bei einem hohen Stromverbrauch relativ gering ausfällt.

Einteilige Fenstergeräte

Bei diesen Klimaanlagen wird die Wand durchgebrochen und die Geräte werden in die Öffnung eingesetzt. Der hintere Teil ragt dabei nach außen. Im Durchschnitt ist dafür ein Loch von 45 x 40 cm notwendig. Da dies eine bauliche Veränderung darstellt, muss in einer Mietwohnung zwingend das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden. Die warme Luft wird so direkt nach außen geleitet und vor allem kleinere Räume können gut gekühlt werden.

Split-Geräte (zweiteilige Klimaanlage)

Diese Klimageräte bestehen wie der Name schon sagt aus zwei Teilen: Ein Innengerät, welches den Raum abkühlt und ein Außengerät mit Kältemaschine. Die Teile sind mit einer isolierten Kupferrohrleitung verbunden. Die Funktionsweise ist komplexer als bei einteiligen Geräten: das Innengerät entnimmt der Luft Feuchtigkeit und kühlt diese durch ein Kältemittel, welches durch die Anlage fließt und in der Klimaanlage verdampft. Dabei wird die Raumwärme aufgenommen und dann über die Leitung an das Außengerät transportiert. Dort wird die Wärme dann abgegeben, das Kältemittel verflüssigt sich wieder und gelangt anschließend zurück zum Innengerät.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Es gibt bestimmte Produkteigenschaften, auf die beim Kauf geachtet werden sollte. Nur wenn diese Komponenten zusammenspielen und zum Raum passen, welcher gekühlt werden soll, kann ein entsprechendes Produkt gefunden werden.

Kühlleistung

Am wichtigsten ist sicherlich die Berechnung der Kühllast. Nur wenn diese ausreichend ist, können die Räumlichkeiten wie gewünscht gekühlt werden. Anzahl und Größe der Räume ist dabei genauso zu beachten, wie die Sonneneinstrahlung und die durchschnittliche Personenzahl, die sich im Raum befindet.

Geräuschentwicklung

Je nach Art der Klimaanlage ist der Geräuschpegel höher oder niedriger. Der Schalldruck sollte jedoch bei maximal 22 bis 25 dB liegen, damit man nachts in Ruhe schlafen kann. Split-Klimageräte sind mit ca. 20 dB die leisesten Geräte.

Energieverbrauch

Zudem sollte auch die Energieeffizienz der Klimaanlage beachtet werden. Je besser die Energieklasse ist, desto weniger Strom verbrauchen die Geräte. Modelle mit einer Bewertung von mindestens A+ können empfohlen werden, da diese effizient arbeiten und den Sommer nicht zu einem teuren Vergnügen machen.

Technologie

Moderne Geräte besitzen eine Inverter-Technologie: Die Drehzahl des Verdichters wird dabei unentwegt an die vorhandenen Lastbedingungen angepasst. So wird die Solltemperatur eingehalten, ohne das unnötig Energie verschwendet wird.

Weitere Tipps für den Kauf einer Klimaanlage

Insgesamt ist es immer gut, wenn die Klimaanlage von einem Markenhersteller stammt oder bei einem spezialisierten Fachbetrieb ausgewählt wird. Zudem sollte man sich vor dem Kauf bereits ausreichend beraten lassen und für die Montage einen Fachmann beauftragen. Bei Klimaanlagen steht die Qualität immer im Vordergrund. In der Regel haben hochwertige Geräte eine Lebensdauer von 15 Jahren oder mehr, Billiggeräte sind oft bereits nach kurzer Zeit defekt. Vor allem, wenn die Anlage fest eingebaut wird, sollte man lieber auf ein qualitatives Produkt achten. So glüht im Sommer nur der eigene Grill, aber nicht die eigenen Vier-Wände.

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