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Sonderveröffentlichung

Ratgeber Nachtsichtgerät - Wissenswerte Informationen

Im Gegensatz zu Tieren verfügen Menschen in der Dunkelheit über eine eingeschränkte Sinneswahrnehmung. Nachtsichtgeräte können dabei helfen, diesen Nachteil auszugleichen und ermöglichen eine klare Sicht auch in finsterer Nacht. Aus diesem Grund werden Nachtsichtgeräte unter anderem von Jägern oder beim Militär verwendet. Wie ein Nachtsichtgerät genau funktioniert, wie Nachtsichtgeräte verwendet werden und was man bei dem Kauf eines der erhältlichen Modelle beachten sollte, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Aschendorff Medien

Foto: Pulsar

So funktioniert ein Nachtsichtgerät

Nachtsichtgeräte wie die des Herstellers PULSAR, über die Sie sich ausführlich informieren können, bestehen aus einem Objektiv, ein Okular sowie eine Bildröhre. Über das Objektiv wird möglichst viel Licht aufgenommen, welches damit die Bildröhre beleuchtet. Dabei kann der Anwender das Bild für unterschiedliche Entfernungen manuell scharf stellen. Da die meisten Nachtsichtgeräte im Infrarotbereich arbeiten, muss auch das Objektiv für deren Spektrum ausgelegt sein. Aus diesem Grund verwenden Nachtsichtgeräte in der Regel spezielle Objektive mit einer höheren Infrarot-Transmission. Von der Bildröhre wird das aufgenommene Licht in ein Elektronenbild umgewandelt, welches auf dem Bildschirm des Nachtsichtgeräts dargestellt wird. Dieser Bildschirm wird durch ein Okular betrachtet, welches je nach Modell in einer monokularen und einer binokularen Ausführung erhältlich ist. Geräte mit 2 Röhren erzeugen ein stereoskopisches Bild und erlauben somit räumliches Sehen.

Foto: Pulsar

Dafür werden Nachtsichtgeräte verwendet

Die Polizei verwendet Nachtsichtgeräte unter anderem für die Beobachtung oder Verfolgung von Verdächtigen bei schlechter Sicht. Doch auch die Soldaten der deutschen Bundeswehr nutzen Nachtsichtgeräte mitunter während ihrer Einsätze, um sich einen Vorteil gegenüber einem Feind zu verschaffen. Von Jägern und Privatpersonen dürfen Nachtsichtgeräte dagegen nur unter bestimmten Voraussetzungen verwendet werden und nicht in Verbindung mit einer Schusswaffe oder einer Zielvorrichtung. Zur Beobachtung und bei der Jagd dürfen Nachtsichtgeräte, welche die zuvor genannten Voraussetzungen erfüllen, dagegen ohne Einschränkungen eingesetzt werden.

Das sollte bei dem Kauf beachtet werden

Wer auf der Suche nach einem guten Nachtsichtgerät ist, der muss nicht unbedingt in der obersten Preisklasse suchen. Zwar sind diese Geräte auf dem neusten Stand der Technik und äußerst leistungsfähig, haben allerdings dafür auch ihren Preis. Aus diesem Grund sollte man sich im Vorfeld eher mit technischen Eigenschaften wie dem Infrarot-Spektrum beschäftigen und überlegen, wofür man das Gerät überhaupt einsetzen möchte. In Bezug auf die Infrarot-Aufhellung muss darauf geachtet werden, dass der Strahlungsbereich des Aufhellers mit dem Empfindlichkeitsspektrum der Röhre kompatibel ist, wofür ein Blick auf das Datenblatt in der Regel ausreicht. Zudem ist auch die Bildqualität ein wichtiges Merkmal beim Kauf eines Nachtsichtgeräts, worüber die Auflösung Aufschluss gibt. Die Auflösung wird Linienpaaren/mm dargestellt und gibt an, wie viele hell-dunkle Übergänge ein Bildschirm darstellen kann. Darüber hinaus sollten auch die Empfindlichkeit der Photokathode und das Signal/Rauschverhältnis berücksichtigt werden. Wer diese Faktoren bei dem Kauf eines Nachtsichtgeräts berücksichtigt, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Gerät finden, welches für den geplanten Einsatzzweck geeignet ist.

Die Zukunft der Nachtsichttechnik

Vor einiger Zeit ist es US-amerikanischen Entwicklern gelungen, die Röhren von Nachtsichtgeräten um ein Vielfaches dünner zu gestalten, was einige europäische Hersteller bereits nach kurzer Zeit kopieren konnten. Mittlerweile übertreffen viele europäische Röhren ihre amerikanischen Pendants bereits, müssen sich diesen in anderen Punkten jedoch geschlagen geben. Zudem wurde in den vergangenen Jahren auch eine große Anzahl digitaler Nachtsichtgeräte veröffentlicht, welche auf sogenannten CCD-Sensoren basieren. Derartige Sensoren waren lange Zeit für die Bildqualität von Digitalkameras verantwortlich und sind vergleichsweise günstig in der Produktion. Allerdings reichen diese noch nicht ganz an die Leistungsfähigkeit von Bildwandlerröhren heran. Auf jeden Fall werden zukünftige Nachtsichtgeräte deutlich kleiner, schneller und sind, was die Technik betrifft, deutlich besser ausgestattet als heutige Modelle.

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