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Was tun bei Haarausfall bei Frauen? Die Top 3 Behandlungen

Während die meisten von uns den Anblick eines kahlen Männerkopfes gewohnt sind, zieht ein lichter Haarschopf bei einer Frau viele Blicke nach sich. Was vielen nicht bewusst ist: Haarverlust unter Frauen ist weit verbreitet, allerdings ist es für Betroffene noch immer ein Tabu-Thema. Besonders schwierig gestaltet sich dabei die Behandlung, denn die Ursachen sind meist deutlich komplexer als bei Männern. Das macht den Haarverlust für viele Frauen zu einem schier unüberwindbaren Problem. Warum das Haar bei Frauen ausfällt und welche Behandlungsmethoden wirklich helfen, erfahren Sie in diesem Artikel.

von Aschendorff Medien

Foto: freepik.com

Mehr erfahren: Haarausfall bei Frauen - Das ist das beste Hausmittel

Wie viele Frauen leiden unter Haarausfall?

Speziell für Frauen ist volles und gesundes Haar ein wichtiges, äußerliches Wiedererkennungsmerkmal. Wenn sich die Haarstruktur und die Haardichte ins Negative verändert, hat das Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung und damit auch auf das Selbstbewusstsein.

Der tägliche Verlust von Haaren ist normal, denn jedes Haar durchläuft einen Wachstumszyklus und befindet sich je an einem anderen Punkt innerhalb dieses Zyklus. Während das eine Haar erst zu wachsen beginnt, beginnt beim anderen Haar bereits die Ruhephase. So fallen täglich rund 80-100 Haare aus. Von Haarausfall spricht man dann, wenn über einen längeren Zeitraum hinweg täglich deutlich mehr als 100 Haare ausfallen. Das ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass ein körperliches Ungleichgewicht bzw. ein Problem mit der Gesundheit besteht und eine Behandlung erforderlich ist

Haarverlust sowie dünner und spröde bzw. brüchig werdendes Haar kommt unter Frauen recht häufig vor. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2013 gaben mehr als 50 % der Frauen an, unter einem Haarproblem zu leiden. Spitzenreiter ist dabei feines Haar ohne Volumen, dicht gefolgt von strapaziertem Haar und Haarbruch. Im Laufe ihres Lebens werden rund 40 % aller Frauen von Haarausfall betroffen sein - unabhängig davon, um welche Form von Haarausfall es sich dabei handelt. Unter Frauen ist dabei der hormonelle Haarausfall am häufigsten verbreitet.

Welche Formen von Haarausfall sind unter Frauen verbreitet?

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Die vielen Gründe für den Haarverlust bringen unterschiedliche Arten von Haarausfall hervor, die eine spezielle Behandlung erfordern. Folgende Formen von Haarausfall sind unter Frauen weit verbreitet:

Androgenetische Alopezie

Die androgenetische Alopezie ist vielen auch unter der Bezeichnung erblich bedingter Haarausfall bekannt. Sie ist die unter Männern und Frauen am weitesten verbreitete Form von Haarausfall. Während bei Männern das Haar dabei an den Geheimratsecken und am Oberkopf ausfällt, lichtet sich bei Frauen der Scheitel und das Haar fällt in keinem eindeutigen Muster aus.

Bei der androgenetischen Alopezie liegt genetisch bedingt eine Hypersensibilität der Haarzwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT) vor. DHT entsteht als biologisch aktive Form aus Testosteron, was sowohl im männlichen, als auch im weiblichen Körper vorhanden ist. Diese Empfindlichkeit sorgt dafür, dass die Haarwurzeln allmählich verkümmern und vorzeitig ausfallen. Das Haar wächst meist nur noch sehr dünn und kurz oder gar nicht mehr nach.

Diffuse Alopezie

Bei der diffusen Alopezie fällt das Haar ohne ein erkennbares Muster aus, sondern gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt. Typischerweise ist der diffuse Haarausfall nur vorübergehend - sobald die Ursache entdeckt und entsprechend behandelt wird, stoppt der Haarverlust und das Haar wächst wieder vollständig nach. Bei Frauen ist der diffuse Haarausfall oft nicht so leicht von der androgenetischen Alopezie zu unterscheiden, was die Diagnose und Auswahl der Therapiemaßnahmen erschwert.

Die diffuse Alopezie ist auch unter der Bezeichnung telogenes Effluvium bekannt.

Kreisrunde Alopezie

Eine Sonderform des Haarausfall ist der kreisrunde Haarausfall, auch Alopecia areata genannt. Typisch für die kreisrunde Alopezie ist das eindeutige Muster, denn das Haar fällt in kreisrunden Stellen aus und zurück bleiben runde, kahle Bereiche.

Im Gegensatz zu den anderen beiden tritt Art von Haarverlust relativ selten auf. Frauen sind hiervon häufiger betroffen als Männer und in den meisten Fällen trifft es junge Erwachsene.

Dem kreisrunden Haarausfall liegt eine Autoimmunstörung zugrunde. Dabei greifen die körpereigenen Abwehrzellen die Haarwurzeln an und unterbrechen den Wachstumszyklus. Die Haarwurzel verkümmert, bis das Haar schließlich ausfällt.

Welche Ursachen führen zu Haarausfall bei Frauen?

Plötzlicher Haarausfall treibt viele Betroffene an den Rand der Verzweiflung, denn die Suche nach den Ursachen gestaltet sich meist schwieriger und nervenaufreibender als gedacht. Häufig tragen mehrere Faktoren zur Haarlosigkeit bzw. zur Verschlechterung der Haardichte bei. Zu den häufigsten Gründen für Haarausfall bei Frauen zählen folgende:

Veranlagung

Ebenso wie bei Männern ist die androgenetische Alopezie die häufigste Form von Haarausfall. Allgemein kann das als hormoneller Haarausfall bezeichnet werden, allerdings handelt es sich um eine Sonderform. Bei betroffenen Frauen reagieren die Haarwurzeln empfindlich auf das männliche Hormon DHT, welches bei einem hormonellen Ungleichgewicht einen stärkeren Einfluss hat. Der Überempfindlichkeit liegt eine genetische Veranlagung zugrunde, denn nicht bei allen Frauen kommt es unter dem Einfluss von DHT zu Haarausfall.

Östrogenmangel

Eine weitere Form von hormonellem Haarverlust ist Haarausfall durch Östrogenmangel, der sich in der diffusen Alopezie äußert. Östrogene sind die vorherrschenden Geschlechtshormone bei einer Frau und tragen zu einem gesunden Haarwachstum bei. Ein Östrogenmangel entsteht bei den meisten Frauen im Alter mit dem Beginn der Wechseljahre. Auch nach einer Schwangerschaft gerät der Hormonspiegel durcheinander und viele bemerken nach der Entbindung plötzlich verstärkten Haarausfall. Beim Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) liegt ebenfalls ein Mangel an Östrogenen vor, was sich bei vielen Betroffenen u.a. symptomatisch in verstärktem Haarverlust äußert.

Nährstoffmangel

Ein gesundes Haarwachstum ist abhängig von der Nährstoffversorgung. Die Haarwurzeln benötigen Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren, um das Haar aufzubauen. Werden diese Mikronährstoffe dem Körper nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt, fehlt das Baumaterial für das Haar. Zugleich wird die Versorgung der bestehenden Haare eingeschränkt und der Wachstumszyklus wird unterbrochen.

Ein Nährstoffmangel entsteht bei einer einseitigen und vitaminarmen Ernährung. Wer hauptsächlich verarbeitete Lebensmittel konsumiert und wenig frisches Obst und Gemüse isst, entwickelt schnell einen Mangel. Auch Unverträglichkeiten und Allergien erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Mangelversorgung mit Nährstoffen.

Chronischer Stress

Viele Frauen bemerken in einer stressigen Lebensphase verstärkten Haarausfall. Das ist kein Zufall, denn chronischer Stress hat bekanntermaßen viele negative Auswirkungen auf Körper und Geist.

In einer Stresssituation werden Stresshormone frei, die sich im gesamten Körper verteilen und so auch zu den Haarwurzeln gelangen. Dort lösen sie Entzündungsreaktionen in den Haarwurzeln aus, die das Haarwachstum stoppen und kurze Zeit später für ein diffuses Ausfallen der Haare sorgen. Sobald der Stress nachlässt, hört auf der Haarausfall in der Regel wieder auf und das Haar wächst nach.

Erkrankungen

Haarausfall bei Frauen kann oftmals auf bestimmte Erkrankungen zurückgeführt werden. Hormonelle Erkrankungen spielen hierbei die Hauptrolle. So leiden zahlreiche Frauen, die von Haarausfall betroffen sind, unter einer Fehlfunktion der Schilddrüse. Sowohl eine Unterfunktion, als auch eine Überfunktion der Schilddrüse verursacht übermäßigen Haarverlust sowie sprödes und kraftloses Haar. Schilddrüsenerkrankungen beeinflussen verschiedene Stoffwechselprozesse und somit auch das Haarwachstum. Liegt eine Störung vor. gehen die Haare früher in die Ruhephase über und fallen bereits nach kurzer Zeit aus.

Falscher Umgang

Die Gesundheit der Haare und der Kopfhaut hängt maßgeblich vom Umgang damit ab. Wird die Pflege der Haare vernachlässigt, rächt sich das im Laufe der Zeit. Vor allem tägliches Haarewaschen mit harschen Reinigungsprodukten und grobes Styling mit Hitze und Bürste schädigt sowohl Haare, als auch Kopfhaut. Die Kopfhaut trocknet zunehmend aus und die Haarwurzeln sind anfälliger für schädliche Einflüsse. Dadurch wird der Wachstumsprozess unterbrochen und das Haar dünnt aus. Was vielen außerdem als Haarausfall erscheint, ist häufig starker Haarbruch. Dieser beginnt oft schon am Ansatz und erweckt den Eindruck, dass das Kopfhaar an Volumen verliert.

Kann man den Haarverlust stoppen?

Wer schon einmal von plötzlichem und starkem Haarausfall betroffen war, den plagt meist nur eine einzige Frage: Lässt sich der Haarausfall stoppen?

Die Antwort auf diese Frage: Ja, aber nicht immer. Ob, wie und wann sich der Haarverlust aufhalten lässt, ist abhängig von der Ursache. In vielen Fällen ist der Haarausfall bei Frauen nur vorübergehend und einer hormonellen Umstellung oder Stress geschuldet. Auch bei Erkrankungen der Schilddrüse geht der Haarausfall in der Regel zurück, sobald die Hormone richtig eingestellt sind. Bis das ausgefallene Haar nach der passenden Therapie wieder vollständig nachgewachsen ist, können jedoch mehrere Monate und sogar Jahre vergehen. Das Haar wächst nämlich nur rund 1 cm pro Monat.

In einigen Fällen ist der Haarausfall nicht aufzuhalten. Beim erblich bedingtem Haarausfall ist der Verlust der Haare genetisch. Mit dem Arzneimittel Minoxidil lässt sich der Haarausfall für die Dauer der Anwendung zwar eindämmen, die Nebenwirkungen und die Verschlechterung nach dem Absetzen ist jedoch nicht zu unterschätzen.

Auch für den kreisrunden Haarausfall gibt es keine Therapien.

Was tun bei Haarausfall bei Frauen? Das sind die 6 besten Methoden

Wenn es um die Behandlung von Haarausfall bei Frauen geht, ist die Auswahl an Mitteln und Methoden sehr groß. Sie reichen von günstigen Hausmitteln über Medikamente bis hin zu speziellen kosmetischen und chirurgischen Eingriffen, um den Haarschopf zu verdichten.

Hausmittel

Haarausfall kann oft sehr überraschend auftreten. Kaum jemand hat in diesem Fall spezielle Arzneimittel Zuhause und der nächste Termin beim Arzt ist erst in ein paar Wochen. Aus diesem Grund greifen viele zu Hausmitteln, um den Symptomen des Haarausfalls Herr zu werden. Dabei gibt einige Mittel, die erstaunlich gut bei nicht krankheitsbedingtem Haarausfall wirken:

Basilikum: Basilikum gegen Haarausfall ist bei vielen Frauen ein beliebtes Mittel. Das Extrakt aus dem Kraut kommt in zahlreichen Haarkuren zum Einsatz und überzeugt mit seiner schonenden Wirkung. Basilikum-Extrakt wirkt antioxidativ und in vitro enzymhemmend, was den DHT-Anteil senken kann. Außerdem kann Basilikum-Extrakt die Zellteilung in den Haarwurzeln stimulieren und so ein gesundes Haarwachstum unterstützen. Vor allem bei stressbedingtem oder hormonellem Haarausfall nach der Schwangerschaft verwenden viele Frauen Mittel mit Basilikum-Extrakt.

Rosmarin: Ein weiteres Kraut, das effektiv bei Haarverlust wirken kann, ist Rosmarin. Die aromatische Pflanze verfügt über wirksame ätherische Öle, die reich an zellschützenden Antioxidantien sind. Rosmarin-Extrakt kann dabei helfen, das Haarwachstum zu stimulieren. Bis es Wirkung zeigt, muss es jedoch regelmäßig und über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Arzneimittel

Bei sehr starkem Haarausfall verlieren viele Frauen die Geduld und benötigen ein Mittel, das schnell hilft. In diesem Fall eignen sich ausgewählte Arzneimittel, um den Haarausfall einzudämmen und die Lichtung des Scheitels schnellstmöglich zu verhindern.

Minoxidil: Minoxidil ist den meisten Betroffenen aus apothekenpflichtigen Präparaten bekannt. Der Wirkstoff wird entweder als Tonikum oder Schaum angeboten und die Wirkung beruht vermutlich auf einer verbesserten Durchblutung. Entdeckt wurde die Wirkung von Minoxidil auf das Haar zufällig, denn eigentlich handelt es sich um ein Blutdruck-Medikament. Dementsprechend können unangenehme Nebenwirkungen auftreten wie z.B. Juckreiz, verstärkter Haarwuchs im Gesicht und Kopfschmerzen.

Nahrungsergänzungsmittel: Ausgewählte Nährstoffpräparate können ebenfalls dabei helfen, die Anzahl der ausfallenden Haare zu reduzieren und die Haarstruktur zu verbessern. Ein Bluttest beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, welche Mikronährstoffe dem Körper fehlen und dieser kann gezielt Empfehlungen aussprechen bzw. Mittel in der richtigen Dosierung verschreiben. So sollten z.B. bei Eisenmangel - der Haarausfall verursachen kann - nicht auf eigene Faust Eisenpräparate eingenommen werden.

Eingriffe

Hat der Haarschopf bereits stark unter dem Haarverlust gelitten und erste Bereiche lichten sich, kommen kosmetische bzw. chirurgische Eingriffe in Frage. Je nach Methode kann entweder das Haarwachstum angeregt werden oder es werden intakte Haarwurzeln in die kahlen Bereiche eingesetzt. Damit können langfristige Ergebnisse erzielt werden.

PRP-Therapie: Bei der PRP-Methode handelt es sich um eine neuartige Behandlung bei Haarausfall. Hierbei wird plättchenreiches Plasma in die Kopfhaut injiziert, was aus dem Blut des/der Betroffenen hergestellt wird. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei also um eine Eigenbluttherapie.

Die Behandlungsmethode wirkt durchblutungsanregend und versorgt die Haarwurzeln mit wichtigen Nährstoffen. Zudem soll das Plasma die Stammzellen stimulieren und so das Haarwachstum unterstützen.

Haartransplantation: Die radikalste Methode bei Haarausfall ist die Haartransplantation. Was vor allem unter Männern weit verbreitet ist, wird auch bei Frauen immer beliebter. Es sind vor allem Bereiche wie Geheimratsecken und der Haaransatz die sich bei Frauen schnell lichten und mit Hilfe einer Transplantation aufgefüllt werden können. Hierbei werden intakte Haarwurzeln aus dem Hinterkopf entnommen und in einer langwierigen und meist schmerzhaften Prozedur in die kahlen Stellen eingesetzt. Bis aus den Stoppeln längere Haare werden, erfordert es einige Monate Geduld, die Erfolgschancen sind aber relativ hoch. Dementsprechend hoch sind auch die Kosten für eine Behandlung in einer darauf spezialisierten Klinik.

Fazit

Viele Frauen leiden im Laufe ihres Lebens unter Haarausfall. Oft ist der Verlust der Haare nur vorübergehend, doch wie lange dieser andauert, ist ungewiss. Zahlreiche Einflussfaktoren können dazu führen, dass das Haar ausdünnt und an Fülle und Festigkeit verliert. Um den Haarausfall einzudämmen, gibt es daher zahlreiche Mittel und Wege. Sowohl Hausmittel wie Basilikum, als auch Medikamente und kosmetische Eingriffe sind bei der Behandlung von Haarausfall unter Frauen weit verbreitet. Welche dieser Methoden jedoch am besten funktioniert, können Betroffene nur herausfinden, wenn sie es ausprobieren.

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