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Sonderveröffentlichung

Corona Auswirkungen auf den Hausbau

In den vergangenen Jahren gab es in der Baubranche einen Boom. Dies lag vor allem an niedrigen Baupreisen, hohen Förderzahlungen und niedrigen Zinsen. Viele Familien und Paare haben sich in der Zeit den Traum vom Eigenheim erfüllt. Doch dann kam Anfang 2020 die Corona-Krise dazwischen. In diesem Artikel geht es um die Auswirkungen von Corona auf den Hausbau.

Aschendorff Medien

Foto: Aschendorff Medien

Nachfrage und Preise

Zu Beginn der Pandemie stagnierte die Nachfrage leicht. In erster Linie lag es an der Unsicherheit und Angst potenzieller Bauherren. Niemand wusste so genau, welche Auswirkungen Corona auf den Hausbau haben könnte. Doch bereits nach kurzer Zeit stieg die Nachfrage wieder. Viele Arbeitnehmer arbeiteten im Homeoffice und so wurde für viele ein Eigenheim immer attraktiver. Viele Paare und Familien wollten sich mit einem Hausbau auch absichern. Die Nachfrage steigt noch immer. Seit Beginn der Pandemie wurden in Deutschland sehr viele Häuser gebaut. Dies lag auch vor allem daran, dass es für Handwerker kein Berufsverbot in den Lockdowns gab. Es mussten zwar gewisse Auflagen erfüllt werden, aber es konnte gebaut werden. Für jede Baustelle wurde ein individuelles Hygienekonzept entworfen, an das sich die Handwerker und die Bauherren halten mussten. Zu großen Verzögerungen kam es daher nur kaum.

In den vergangenen Monaten sind die Holzpreise stark angestiegen. Die Handwerks- und Baubranche kämpft mit einer Holzknappheit, was zu enormen Preisanstiegen und Verzögerungen geführt hat. Auslöser für die Holzknappheit sind US-amerikanische und chinesische Unternehmen. Sie haben Holz zu hohen Preisen am europäischen Markt quasi leer gekauft. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Auch die USA und China haben in den vergangenen Jahren einen Bauboom verzeichnet. Die Nachfrage nach Holz vom europäischen Markt wurde durch Schädlinge in den Bäumen in Kanada weiter nach oben getrieben. Es kam zu Produktionsengpässen und die ausländischen Firmen haben sich am europäischen Markt mit Holz eingedeckt. Leidtragende dieser Auswirkungen sind Bauherren aus Deutschland. Die Preise für Holz sind rasant angestiegen. Außerdem mussten Abnahmetermine durch die Lieferengpässe verschoben werden. Betroffen waren und sind Massiv- und Fertighäuser. Die Preise für Häuser sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Durch Corona ist die Nachfrage nicht eingebrochen, allerdings haben einige ihre Baupläne wegen Unsicherheit aufgeschoben. Experten erwarten trotzdem keinen Preisverfall, die Immobilienpreise könnten leicht fallen. Bei leicht sinkender Nachfrage wird es trotzdem noch viele Bauherren geben, die eine Immobilie erwerben möchten.

Besichtigung und Beratung

Bauherren, die gerne ein Fertighaus kaufen möchten, schauen sich in Fertighauswelten Musterhäuser an. Hier können sie sich einen soliden Eindruck verschaffen. Während der Lockdowns war dies jedoch nicht oder nur eingeschränkt möglich. Als Alternative haben viele Anbieter den interessierten Bauherren einen digitalen Rundgang angeboten. Potenzielle Bauherren konnten sich die Musterhäuser auf den Websites der Anbieter anschauen. Auch ein Beratungsgespräch konnte problemlos online stattfinden. In den meisten Fällen hat der Anbieter mit dem Bauherren ein Videotelefonat geführt. Bauherren sollten sich immer an einen Bauexperten wenden. Auf der Website Fertighausexperte bekommen Bauherren eine passende Beratung und können alle wichtigen Fragen klären.

Wie läuft ein Hausbau aktuell ab?

Mittlerweile können sich Bauherren auch wieder persönlich mit einem Bauberater oder Anbieter treffen, um ein Haus zu besichtigen. In den meisten Fällen müssen jedoch immer gewisse Hygienekonzepte oder Auflagen berücksichtigt werden. Als Alternative sind immer noch Video-Chats möglich. Viele Hausanbieter und Baufirmen haben den Kundenkontakt in der Pandemie durch Videoanrufe aufrecht erhalten. Viele Kunden gaben ein positives Feedback und waren mit der virtuellen Beratung sehr zufrieden. Aus diesem Grund sind der digitale Vertrieb und virtuelle Beratungen immer beliebter geworden.

Wichtige Fragen

  • Welche Möglichkeiten gibt es bei Bauverzögerungen? In erster Linie sollten Sie als Bauherr Ruhe bewahren. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Bauanbieter auf und versuchen Sie eine Lösungsstrategie für beide Parteien zu finden. Natürlich ist diese Lösungsstrategie vom Baufortschritt abhängig. Wenn das Haus fast fertig ist, können alternative Materialien genutzt werden. Bei Lieferengpässen für Fliesen können Sie sich stattdessen für Lagerware entscheiden. Wenn es zu Qualitätseinbußen bei den alternativen Materialien kommt, sollte ein Sachverständiger hinzugezogen werden, der die Situation besser bewerten kann. Alle Leistungsänderungen sollten vorher besprochen und schriftlich festgehalten werden. Wenn der Hausbau gerade erst begonnen hat, ist es sinnvoll mit dem Bauanbieter einen Alternativtermin zu finden und den Umzugstermin zu verschieben. In diesem Fall ist es für den Bauherren sehr wichtig, dass der auslaufende Mietvertrag rechtzeitig verlängert wird oder er sich um eine Verlängerung kümmert.
  • Gibt es Einschränkungen bei den Bauarbeiten durch Corona?In den Lockdowns durften Handwerker und Bauarbeiter auf den Baustellen weiterarbeiten. Allerdings herrschten strikte Kontaktbeschränkungen und Hygienekonzepte, an die sich die Handwerker und Bauherren halten mussten. In dieser Zeit kam es zu Bauverzögerungen. Als Bauherr musste man hier Behinderungsanzeigen mit Erklärungen für Bauverzögerungen erstellen und vorlegen.
  • Gibt es durch Corona Risiken beim Hausbau?Bauverzögerungen bei Bauprojekten, die noch nicht fertig sind, können durch Witterung beschädigt werden. Auf dem Bau sollten alle erledigten Arbeiten gesichert und witterungssicher gemacht werden. Es ist sinnvoll, dass Bauherren mit dem Bauanbieter sprechen und eine Lösung für die Sicherung finden. Die Verantwortung für die Sicherung der Baustelle liegt beim Bauanbieter und der Baufirma.

Fazit

Corona war und ist für den Immobilienmarkt und den Hausbau eine echte Herausforderung. Allerdings ist der Hausbau trotz Corona weiterhin möglich. Durch Corona haben Sie als Bauherr aber genug Zeit, Ihr Eigenheim ausführlich zu planen. Beratungsgespräche sind auch per Video-Chat möglich. Außerdem können Sie von günstigen Krediten profitieren. In manchen Situationen ist es sogar sinnvoll, in der aktuellen Zeit, ein Haus zu bauen. Lassen Sie sich von einem Bauexperten umfangreich beraten.

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