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Deutsche Städte überzeugen mit hoher Lebensqualität

Deutsche Metropolen bieten eine hervorragende Lebensqualität. Das belegt eine aktuelle Studie. Mit München, Düsseldorf und Frankfurt am Main landen gleich drei deutsche Städte im internationalen Vergleich in den Top Ten. Schlusslicht ist übrigens Bagdad.

München ist die bestplatzierte deutsche Stadt im Ranking Foto: colourbox.de

Deutsche Städte sind spitze

Die am besten platzierte deutsche Stadt ist Bayerns Landeshauptstadt München. Sie landete bei der vom Consulting-Unternehmen Mercer durchgeführten weltweiten Vergleichsstudie der Metropolen mit der höchsten Lebensqualität auf Rang vier von 230. Aber auch eine Stadt in Nordrhein-Westfalen erreichte einen Spitzenplatz: die Landeshauptstadt Düsseldorf liegt auf Rang sechs und damit nur kurz hinter München. Mit Frankfurt am Main (Rang 7) konnte sich sogar noch eine dritte deutsche Stadt unter den besten zehn platzieren. Damit sind deutsche Metropolen im weltweiten Vergleich Spitze, was die Lebensqualität betrifft. Kein anderes Land konnte in der Studie derart abräumen. Lediglich die Schweiz ist mit zwei Städten, Zürich (Rang 2) und Genf (Rang 8) mehr als einmal in den Top Ten vertreten.

Platz 1 belegt Österreichs Hauptstadt Wien. Dahinter reihen sich neben Zürich und München das neuseeländische Auckland (Rang 3) und das kanadische Vancouver (Rang 5) ein. Komplettiert wird das Spitzenfeld durch Kopenhagen (Dänemark) und Sydney (Australien) auf den Plätzen 9 und 10.

Sicherheit, Stabilität und Freizeitangebote entscheiden über Einstufung im Ranking

Laut Mercer-Studio böten deutsche Städte generell eine sehr hohe Lebensqualität, die bestplatzierten Städte im Ranking liegen sehr dicht beieinander. Die Studie soll zwar vor allem internationalen Arbeitgebern, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, als Informationsquelle und Entscheidungshilfe dienen. Die Kriterien sind allerdings universell.

So entscheiden zum Beispiel die Qualität des Wohnraums, Freizeitangebote oder internationale Flugverbindungen über die Einstufung in dem Ranking. Politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte fließen ebenso in die Bewertung ein wie persönliche Sicherheit und Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote und andere öffentliche Dienstleistungen. Derartige Kriterien sind für Menschen derart wichtig, dass Zukunftsforscher schon die Einführung eines neuen Reichtumsbegriffs fordern, der neben dem tatsächlichen Vermögen auch genau diese Faktoren einbezieht.

Der eigens zu diesem Zweck erfundene „Nationale Wohlstandsindex für Deutschland“ (NAWI-D), vom Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski zusammen mit dem Sozialforschungs-Institut Ipsos entwickelt, soll neben dem Vermögen der Menschen auch ökologische, gesellschaftliche und individuelle Aspekte berücksichtigen. Es steht zu vermuten, dass dies zu ähnlichen Ergebnissen führt wie die Mercer-Studie – in vielen deutschen Städten lässt es sich gut leben.

Hohe Lebensqualität in vielen deutschen Metropolen

Auch auf den Plätzen knapp unterhalb des Spitzenfeldes sind weitere deutsche Großstädte vertreten. Berlin (14), Hamburg (16) und Stuttgart (21) liegen immer noch innerhalb der oberen zehn Prozent des Vergleichsfeldes, Nürnberg belegt einen guten 25. Platz und liegt damit noch vor der bestplatzierten US-Stadt San Francisco (27).

Traurige Schlusslichter

Während Deutschland durch die Bank gut abschneidet, sind die Schlusslichter des Rankings keine große Überraschung. Die letzten Plätze belegen Port-au-Prince (Haiti, 228), Bangui (Zentralafrikanische Republik, 229) und Bagdad (Irak, 230). Hier fehlt es bekanntermaßen schon an elementaren Dingen wie einer zuverlässigen Lebensmittel-, Strom- und Wasserversorgung sowie an der Sicherheit, ohne Gefahr für Leib und Leben seinem Alltag nachzugehen. Von Bedingungen wie in Deutschland können die Bewohner dieser Städte nur träumen.

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