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Sonderveröffentlichung

Fünf moderne Einrichtungsstile und wie sie sich verwirklichen lassen

Das zu Hause ist auch immer Ausdruck des eigenen Geschmacks. Gleichzeitig soll es eine Wohlfühloase sein. Dementsprechend wichtig ist es, dass es in einem Stil eingerichtet wird, der zu seinen Bewohnern passt.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Für jeden Typ der richtige Einrichtungsstil

Die aktuellen Wohntrends sind vielfältig, sodass eigentlich jeder einen Einrichtungsstil finden dürfte, der ihm zusagt. Die Möglichkeiten reichen von dem naturnahen und zugleich schlichten skandinavischen Stil über klassischen Landhaus-Chic und verwegenem Industrial-Style bis hin zu minimalistischen oder maximalistischen Wohnträumen. Die folgenden fünf Einrichtungsstile sind entweder herrlich zeitlos oder gerade besonders angesagt. Nicht immer muss das gesamte Haus im gleichen Look eingerichtet werden. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, verschiedene Trends in unterschiedlichen Räumen zu realisieren.

1. Skandinavische Schlichtheit

Der moderne skandinavische Einrichtungsstil lebt von klaren Formen und hellen Farben. Mit der Besinnung auf das Einfache wirken Möbel im nordischem Design unaufdringlich und zeitlos. Sie fügen sich harmonisch in verschiedene Umgebungen und begeistern ganz nebenbei mit einem tollen natürlichen Charme. Helle Holzarten und Wohntextilien aus Wolle, Baumwolle oder Leinen verleihen dem Einrichtungsstil trotz seiner Schlichtheit eine heimelige Atmosphäre. Sideboards mit ausgestellten Füßen, geradlinige Sofas in gedeckten Farben und ein Jute-Teppich bilden beispielsweise eine hervorragende Grundlage für ein skandinavisch eingerichtetes Wohnzimmer. Wer hier und da auf ein paar farbenfrohe Akzente nicht verzichten möchte, kann diese in Form von geblümter Tischwäsche oder karierten Vorhängen realisieren. Denn Muster kommen im skandinavischen Stil durchaus vor. Sie sind aber stets optional. Es ist auch eine sehr cleane Variante des nordischen Looks möglich, bei dem sich die Wohnaccessoires in strahlendem Weiß oder sanftem Beige zeigen. Das bringt Ruhe in den Raum und ist vor allem in kleineren Wohnungen von Vorteil.

2. Idyllischer Landhauscharme

Der Landhausstil ist ein Klassiker, der auch heute noch aktuell ist. Denn die romantisch verklärte Vorstellung vom Leben auf dem Land treibt auch den einen oder anderen Stadtbewohner um. Mit Bauernmöbeln, gemusterten Vorhängen oder Sofakissen lässt sich ein Stück vom Landleben in die eigenen vier Wände holen. Dafür braucht es keinen alten Bauernhof auf dem Land, sondern einfach nur die richtigen Möbel und Accessoires. Die Fronten sind häufig mit dekorativen Einkerbungen oder Ornamentmustern versehen. Auch aufgemalte Blumenmotive sind denkbar. Wer dem Landhausstil eine moderne Note verleihen möchte, verzichtet aber besser auf übertriebene Frontverzierungen, sondern verpasst seinen Möbeln einen frischen Anstrich. Weiß ist besonders beliebt. Es verleiht den doch eher massiven und schweren Möbelstücken eine neue Leichtigkeit. Einzelne Elemente oder zum Beispiel die Deckplatte bei einem Sideboard dürfen aber in der Holzfarbe verbleiben. So entsteht ein gelungenes Zusammenspiel aus natürlicher Wärme und moderner Frische.

3. Rauer Industrial-Style

Dieser Einrichtungsstil geht auf die 1940er Jahre zurück und wurde in London und New York begründet. Dort zogen immer mehr Menschen in alte Lagerhallen und Fabrikgebäude ein. Die freiliegenden Rohre und die Backsteinwände dieser notdürftigen Wohngelegenheiten prägen den Industrial-Style bis heute. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis er auch in Deutschland ankam. Noch immer gilt er als modern, urban und ein wenig verwegen. Möbel im Industrial-Style setzen sich häufig aus einer Kombination aus Holz und pulverbeschichtetem Metall in Schwarz zusammen. Der Kontrast zwischen den beiden Materialien sorgt für ein gelungenes Spannungsverhältnis und macht jedes Möbelstück zu einem Blickfang. Deswegen ist es auch so wichtig, dass die einzelnen Möbel Platz zum Atmen und Wirken haben. In großen Räumen mit hohen Decken kommen sie hervorragend zur Geltung. Als Accessoires bieten sich alte ausgediente Telefone, große analoge Wecker oder andere Gerätschaften an. Doch auch grüne Pflanzen harmonieren gut mit dem charakterstarken Einrichtungsstil.

4. Minimalistisches Wohnen

Der minimalistische Lebensstil erlangt immer mehr an Beliebtheit. Denn er steht für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen und Konsumgütern. Das kann der Umwelt zugutekommen und zugleich den eigenen Geldbeutel schonen. Das bedeutet aber keineswegs, dass nur Minimalisten auch eine minimalistische Einrichtung verwirklichen können. Denn der Wohnstil kommt auch für Menschen mit vielen Habseligkeiten infrage. Die lassen sich ganz hervorragend in geradlinigen Schränken mit klaren, grifflosen Fronten unterbringen. Eine minimalistische Einrichtung ist strukturiert und beschränkt sich auf das Wesentliche. Klare geometrische Formen und unbunte, neutrale Farben wie Grau, Beige oder Weiß lassen die Bewohner nach einem stressigen Tag zur Ruhe kommen. Sie schaffen Raum zum Entspannen und sorgen zumindest zu Hause dafür, dass das Gehirn nicht ständig mit wilden Eindrücken bombardiert wird.

5. Überbordender Maximalismus

Dem beliebten Minimalismus-Trend steht der Maximalismus konträr gegenüber. Er ist der Gegenentwurf für alle, die sich mit kahlen Wänden und klaren Fronten langweilen oder die sich nach mehr Farbe sehnen. Im maximalistischen Einrichtungsstil herrscht das Credo: Mehr ist mehr! Figurensammlungen, Omas Schmuckschatulle und das Teegeschirr mit Goldrand finden hier ihren Platz. Gleichzeitig dürfen die Wände bunt gestrichen und mit den Lieblingskunstwerken geschmückt werden. Schwere Samtvorhänge oder gemusterte Tischdecken sind ebenfalls erlaubt. Damit die Einrichtung nicht chaotisch, sondern gemütlich und charmant wirkt, sollte vorab ein Farbschema festgelegt werden. Werden die Wände in strahlendem Pink gestrichen, ist es sinnvoll, wenn die gemusterte Tischdecke Farben aus der gleichen Farbfamilie sowie Komplementärfarben aufweist. So entstehen intensive Kontraste, ohne dass es für das Auge zu unruhig wird.

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