1. www.wn.de
  2. >
  3. Freizeit
  4. >
  5. Wohnen
  6. >
  7. Solaranlage auf dem Dach nachrüsten: Darauf ist zu achten

  8. >

Wohnen

Solaranlage auf dem Dach nachrüsten: Darauf ist zu achten

Wenn Hausbesitzer noch keine Solaranlage besitzen, können Sie diese mit vergleichsweise wenig Aufwand nachrüsten. Es empfiehlt sich, hierfür den passenden Zeitpunkt abzuwarten. Zudem muss die Finanzierung auf sichere Beine gestellt werden, da für eine Solaranlage recht hohe Kosten zu tragen sind. Bei der Planung ist es insbesondere wichtig, den Platzbedarf richtig einzuschätzen und sich auf eventuelle Wartungsarbeiten in der Zukunft vorzubereiten. Hausbesitzer haben die Möglichkeit, Förderungen in Anspruch zu nehmen und somit den Bau der Anlage möglichst günstig zu gestalten.

Aschendorff Medien

Eine Solaranlage auf dem Dach lässt sich passgenau nachrüsten. Foto: pixabay.de © skeeze

Den richtigen Zeitpunkt abpassen

Der ideale Zeitpunkt für eine Solaranlage ist dann gekommen, wenn ohnehin eine Dachrenovierung vorgenommen werden muss. In diesem Fall stellen die Isolation und die Dampfbremse kein Hindernis dar und die Solaranlage kann mühelos installiert werden. Es ist allerdings auch möglich, die Nachrüstung unabhängig von einer solchen Renovierung vorzunehmen. Dann kann es allerdings passieren, das verschiedene Rohre und Leitungen außerhalb des Hauses verlegt und verkleidet werden müssen. Eine elegantere Lösung ist es, wenn diese versteckt werden können.

Ein weiterer sinnvoller Zeitpunkt, um eine Solaranlage nachzurüsten, ist bei einer Erneuerung des Wasserspeichers beziehungsweise Trinkwasserbereiters gegeben. In diesem Fall müssen im Heizungsraum sowieso Arbeiten vorgenommen werden und die Installation einer Solaranlage stellt keinen großen Mehraufwand dar. Außerdem ist es sinnvoll, das Projekt anzugehen, wenn Zeit für die Durchführung zur Verfügung steht. In stressigen Lebensabschnitten ist die Nachrüstung einer Solaranlage hingegen nur eine zusätzliche Belastung.

Für eine umfassende Finanzierung sorgen

Bei einer Solaranlage für das eigene Zuhause kommt es auf die richtige Finanzierung an. Foto: pixabay.de © Nattanan Kanchanaprat

Der Kauf einer Solaranlage ist zunächst einmal eine Investition, die sich erst mittel- und langfristig auszahlt. Deswegen ist es wichtig, bei der Planung auf eine solide Finanzierung zu setzen. Nur so ist sichergestellt, dass wirklich eine hochwertige Anlage finanziert und in Betrieb genommen werden kann, die sich letztendlich finanziell lohnt. Oftmals entscheiden sich Hausbesitzer dagegen, die Anlage aus eigenen Finanzmitteln zu bezahlen. Stattdessen nutzen Sie einen Kredit von einem professionellen Kreditgeber und dessen Partnerbanken, um bei der Installation der Solaranlage finanziell flexibel zu bleiben.

Neben den reinen Materialkosten müssen auch Beratungskosten und Installationskosten in die Kalkulation einfließen. Die Installation einer Solaranlage ist ein recht kompliziertes Unterfangen, dass Laien keinesfalls eigenständig bewältigen sollten. Deswegen ist es wichtig, mit professionellen Anbietern zusammenzuarbeiten, für deren Leistung auch wieder Geld bezahlt werden muss. Es ist daher entscheidend, bei der Kalkulation der benötigten Geldmittel nicht zu knapp zu rechnen.

Den Platzbedarf richtig einschätzen

Bei der Planung einer Photovoltaikanlage muss eingeschätzt werden, wie viel Kollektorfläche zur Verfügung stehen muss. Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, wofür die Solaranlage genutzt werden soll. Wenn lediglich Warmwasser durch Sonnenenergie bereitgestellt werden soll, werden weniger Kollektoren benötigt, als wenn auch die Heizung betrieben werden soll. Zudem müssen Hausbesitzer immer den solaren Deckungsgrad mit in die Planung einbeziehen. Dieser hängt von einer Vielzahl von Faktoren wie dem individuellen Wärmebedarf, den Verbrauchsverhalten und den Rücklauftemperaturen ab. Eine professionelle Beratung kann hier helfen.

Für die Planung der Solaranlage ist zudem zu klären, welchen Warmwasser- oder Heizbedarf das jeweilige Gebäude generell hat. Zudem muss genau überlegt werden, welche Art von Kollektor gewählt wird. Die verschiedenen Varianten besitzen jeweils andere Leistungen und eignen sich daher für unterschiedliche Einsatzgebiete. Wer weniger Geld in die Leistung des Kollektors investiert, kann die Solarenergie entsprechend auch nur für weniger Einsatzgebiete verwenden.

Wartungsarbeiten im Vorfeld einplanen

Selbst eine noch so hochwertige Solaranlage muss regelmäßig gewartet werden. Es lohnt sich daher, Wartungskosten bereits bei der Planung der Anlage zu berücksichtigen. Deswegen ist es häufig sinnvoll, einen Anbieter zu wählen, der sowohl eine Heizungsanlage als auch eine Solaranlage zur Verfügung stellt. Wenn alles von einem Installationsbetrieb durchgeführt wird, fallen für die Wartung in der Regel weniger Kosten an. Deswegen sollte bei der Auswahl der Anlage auch die Firma unbedingt berücksichtigt werden.

Zudem sollte die Solaranlage so installiert werden, dass Wartungsarbeiten möglichst einfach und störungsfrei funktionieren. Je leichter die einzelnen Komponenten der Solaranlage zugängig sind, desto leichter können sie gewartet und gegebenenfalls repariert werden. Deswegen ist bei der Planung genau zu überlegen, wo und wie die Solaranlage im Einzelnen installiert und angebracht werden soll.

Von Förderungen profitieren

Um die Kosten einer Solaranlage so gering wie möglich zu halten, ist es sinnvoll, die vielfältigen Förderungen zu nutzen, die unter anderem das Bundesamt für Wirtschaft für die Photovoltaik bereitstellt. Beispielsweise gibt es sowohl für Solarthermieanlagen als auch für Heizungs- und Warmwasseranlagen eine Mindestförderung. Betreiber mit recht großen Solaranlage ab 20 m² profitieren zudem von einer ertragsabhängigen Förderung. Des Weiteren haben Nutzer die Möglichkeit, einen Innovationsbonus in Anspruch zu nehmen.

Im Namen des Klimaschutzes erhalten auch diejenigen eine Förderung, die einen Heizkessel gegen einen Brennwertkessel austauschen. Diese Förderung wird als sogenannter Kesseltauschbonus bezeichnet. Zudem gibt es einen Optimierungsbonus, der dann ausgezahlt wird, wenn eine Optimierung des Heizsystems vorgenommen wird. Ähnliche Ziele verfolgt der sogenannte Effizienzbonus, der dann ausgezahlt wird, wenn die Nachrüstung dazu führt, dass die Kennwerte eines KfW-55 Effizienzhauses erreicht werden. Wer seine Solaranlage mit einer förderfähigen Wärmepumpe oder Biomasseanlage kombiniert, profitiert zudem von einem Kombinationsbonus.

Startseite