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Klasse!-Projekt

Wahlen, Wahlalter und Wahlkampf

Münster

Soll das Wahlalter gesenkt werden? Auf diese Frage haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7.5 der Friedensschule klare Antworten. Die Siebtklässler haben sich intensiv im Politik-Unterricht mit dem Thema Wahlen auseinandergesetzt.

Von Doerthe Rayen

Die Klasse 7.5 der Friedensschule hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den unterschiedlichen Wahlen beschäftigt. Im Rahmen von „Klasse!“ haben die Jugendlichen auch über das Wahlrecht ab 16 Jahren diskutiert. Foto: Rayen

Was bedeuten Erst- und Zweitstimme? Wo erfahre ich etwas über die Programme der Parteien? Und: Welcher Partei würde ich die eigene Stimme geben? Die 7.5 hat Antworten gesucht - und viele gefunden. Das Schuljahr eignete sich geradezu perfekt, um in die Wahl-Thematik intensiver einzutauchen: Angefangen von der Bundestagswahl im vergangenen September, über die Wahl des Bundespräsidenten im Februar bis jetzt zur Landtagswahl standen große Ereignisse an – quasi ein „Super-Wahljahr“.

„Politische Bildung ist wichtig“, findet Imke Bistrick-Gustorf und bedauert, dass eng getaktete Lehrpläne oft keine Möglichkeiten ließen, aktuelle politische Themen aufzugreifen. In Klasse 7 steht Politik auf dem Lehrplan – und da nutzte sie die Gunst der Stunde für die Intensiv-Einheit.

Seit einigen Wochen haben die Siebtklässler zur Abrundung ihres Politik-Projektes obendrein Unterricht mit der Zeitung gemacht. Sprich: Sie haben das ePaper unserer Zeitung gelesen – mit Augenmerk auf politischer Berichterstattung. Dabei kam die Klasse nicht an der Diskussion vorbei, ob das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre gesenkt werden sollte, berichteten die Schüler jetzt beim Klasse!-Besuch. Die Meinung in der Klasse ist sehr unterschiedlich.

Unterschiedliche Meinungen

Shantia und Leon etwa finden es wesentlich, dass Jugendlichen eine Stimme gegeben werden sollte. „Wir sollten mitwählen“, betonen die Jungen. Schließlich ging es um ihre Zukunft. Das sehen Ben und Jona ebenfalls so. Sie haben keine Sorgen, dass junge Wähler einfach irgendwo ihr Kreuzchen machen. „Wir informieren uns“, sagten sie und ernteten Kopfnicken bei vielen Jungen. Paula und Anni dagegen glauben, dass Jugendliche mit 16 Jahren noch nicht gefestigt in ihrer Meinung seien. „Wir lassen uns zu leicht von Eltern und Freunden beeinflussen und wählen das, was die gut finden.“ Deshalb halten die Mädchen es für sinnvoller, erst ab 18 Jahren wählen zu können.

Fake News

Beim „Klasse!“-Besuch ging es auch darum, wie die Redaktion mit Politikern, Wahlkampfterminen und der eigentlichen Wahlnacht umgeht. Auch über Fake News, die in Wahlkampfzeiten immer wieder von bestimmten politischen Gruppierungen für ihre eigene Darstellung genutzt werden, haben die Jugendlichen mit dem Gast aus der Redaktion gesprochen. Und erfahren, wie man mögliche Falschnachrichten entlarven kann. Die aktuelle Wahlnachlese werden die Friedensschüler nach ihrer Intensiv-Einheit sicher mit ganz anderen Augen betrachten.

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