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Angst vor Lücken in der Energieversorgung

Abenteuerliche Pläne

Die rasante Annäherung von SPD, Grünen und FDP in ihren Sondierungsgesprächen für eine Ampel-Koalition sorgt für Verunsicherung. Vor allem in der Energiepolitik sind vorschnell Pflöcke eingeschlagen worden, die die stabile Stromversorgung in Deutschland gefährden könnten.

Von Jürgen Stilling

Der Kohleausstieg soll vorgezogen werden. Foto: dpa

Abenteuerlich ist insbesondere der geplante Kohleausstieg im Jahr 2030. Nachdem schon unter Kanzlerin Angela Merkel als Reaktion auf die Fuku­shima-Katastrophe übereilt ein Ausstieg aus der klimafreundlichen Kernenergie beschlossen wurde, muss jetzt ein beschleunigter Kohleausstieg unbedingt von einem konsequenteren Ausbau der Netzes für erneuerbare Energien begleitet werden. Die Energieversorgung ist schließlich die Basis für eine funktionierende Industrie.

Sollte es also zu Stromausfällen kommen, ist nicht nur mit heftigen Reaktionen der Bundesbürger zu rechnen, sondern auch mit gravierenden Folgen in den Betrieben. Der Standort Deutschland – ohnehin dank bürokratischer Hemmnisse für Unternehmen weniger attraktiv als früher – bekäme ein schwerwiegendes Image-Problem. Und das in Zeiten, in denen sich in Südostasien, vor allem in China, eine noch massivere Standort-Konkurrenz formiert.

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