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Auftakts ins Superwahljahr 2021

Ampel-Tiefschlag für Armin Laschet

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz muss die CDU herbe Verluste einstecken. Das Ergebnis der Landtagswahlen ist auch für Armin Laschet ein echter Wirkungstreffer – mit noch unabsehbaren Folgen. Ein Kommentar.

Norbert Tiemann

CDU-Chef Armin Laschet kann mit dem Ausgang der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nicht zufrieden sein. Foto: Federico Gambarini (dpa)

Dieser Auftakt ins Superwahljahr 2021 entpuppt sich für den frisch gebackenen CDU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten-Aspiranten Armin Laschet als echter Tiefschlag; ein Wirkungstreffer mit Ansage – und mit noch unabsehbaren Folgen.

Denn: Die schweren CDU-Niederlagen sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz bilden womöglich das Frust- und Bestrafungspotenzial der Wählerinnen und Wähler mit Blick auf die sogenannte Maskenaffäre der CDU noch gar nicht komplett ab, weil viele eilige Briefwähler bei ihrer Stimmabgabe von ­diesen charakterlosen Fehltritten einzelner Unions-Abgeordneter noch gar keine Kenntnis haben konnten. Ein Skandal-Erbe schwerster Bürde für Armin Laschet.

CDU-Kandidaten mit zu wenig Format

Oder auch nicht? Niemand sollte in den zurück­liegenden Wochen ernsthaft einen Gedanken daran ­verschwendet haben, Winfried Kretschmann für die Grünen und Malu Dreyer für die SPD könnten als populäre und ausgesprochen beliebte Ministerpräsidenten in Stuttgart und Mainz von der CDU abgelöst werden. Mit zu wenig Format und Fortune waren Susanne Eisenmann und Christian Baldauf in dieses Herausforderer-Rennen gestartet.

Bemerkenswert, dass die SPD von den CDU-Verlusten nicht zu profitieren vermag, denn auch sie büßt Stimmen ein. Auch die Grünen in Rheinland-Pfalz hatten sich ein viel besseres Ergebnis erhofft.

Ampel-Koalition vor Renaissance?

Das alles gereicht dem neuen CDU-Vorsitzenden Laschet allerdings nicht zum Trost, im Gegenteil: Die Ampel als Regierungs­konstellation aus Grünen, SPD und der sich offenkundig stabilisierenden FDP könnte vor einer Renaissance stehen. Dieser Wahlsonntag und das pannenreiche Pan­demie-Management der CDU-Minister Spahn und Altmaier dürfte bundespolitisch derlei Träume beflügeln.

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