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Kommentar

Anstieg der Corona-Zahlen: Alarmstufe Rot

Die Corona-Pandemie ist längst nicht überstanden. Das wird bei den stark steigenden Infektionszahlen in Deutschland wieder deutlich. Ein Kommentar zur Lage – und zur Hoffnung für 2021.

Elmar Ries

Die Corona-Infektionszahlen sind auf über 4000 angestiegen. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die einzige im Corona-Kontext positive Nachricht des gestrigen Tages kam von Anja Karliczek. Sie gehe nach wie vor davon aus, dass Mitte 2021 ein Impfstoff zur Verfügung stehe, sagte die Bundesbildungsministerin. Ein Satz wie ein Strohhalm – zum dran Festklammern.

Ansonsten: viele Sorgen bereitende Zahlen und Angst machende Sätze. Erneut über 4000 Neuinfektionen pro Tag. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nennt die Entwicklung „besorgniserregend“. RKI-Chef Lothar Wieler spricht von womöglich bald 10.000 neuen Fällen binnen 24 Stunden. Experten warnen vor Engpässen in Kliniken. Deutschland schaltet auf Alarmstufe Rot.

Auf die richtige Balance kommt es an

Und nun? Ist guter Rat teuer. Es komme auf die Balance aus Zuversicht und Achtsamkeit an, sagt Jens Spahn. Was in der Aufzählung fehlt, sind Einheitlichkeit und Konsequenz. Meint: Gleiche Regeln für alle, kein Aus-der-Reihe-Tanzen, keine Lockerungen aus politischem Kalkül, kein kommunales Aufweichen gesetzter Standards. Das ist die eine Seite.

Die andere: Konsequentes Durchgreifen, wenn Bürger über die Stränge schlagen. Das gilt für Masken­verweigerer und Abstands-Ignoranten, für Aluhut-Träger, feierwütige Nachteulen und maßlos planende Hochzeitspaare. Angesichts dramatischer Infektionszahlen ist die Zeit des großzügig darüber Hinweggehens vorbei.

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