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Kommentar

Bischöfe tagen in winterlicher Zeit: Zeichen der Hoffnung?

Vertrauenskrise im Erzbistum Köln, hitzige Reform-Debatten, steigende Kirchenaustrittszahlen. Die Bischöfe haben auch bei ihrer Frühlingsvollversammlung wenig Grund zur Freude. Doch auch in der Kirche, die sich als Gemeinschaft aller Gläubigen versteht, ist ein Verharren in Pessimismus und Nörgelei kein Ausweg. Wer soll Hoffnung vermitteln, wenn nicht Christen? Ein Weckruf.

Johannes Loy

Kardinal Georg Bätzing (2.v.r.), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, spricht neben der Theologin Beate Gilles aus dem Bistum Limburg, Publizist Matthias Kopp (r) und Ulrich Pöner, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, auf einer Pressekonferenz zum Auftakt der digitalen Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Foto: Sascha Steinbach/EPA Pool/dpa

Wohlorganisiert, aber müde. So wurde die Katholische Kirche in Deutschland schon in den 70er Jahren zutreffend beschrieben. Pfarreiräte, Verbände, Rendanturen und Generalvikariate spulen ihr Kirchenjahresprogramm herunter, die Akzeptanz im Kirchenvolk schwindet. Der durch eine zumindest teilweise missglückte Aufarbeitung weiter gefährlich schwelende Konflikt um sexuelle Gewalt in den Reihen der Kirche lähmt insbesondere im Erzbistum Köln die pastorale Arbeit – und legt sich wie Mehltau auch über die Stimmung in den anderen Diözesen.

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