Kommentar zu "No-Deal-Brexit"

Boris Johnson unter Druck: Wie im Kindergarten

Der britische Premierminister Boris Johnson will am 15. Oktober ein neues Parlament wählen lassen, sollten ihm die Abgeordneten den Weg zu einem No-Deal-Brexit per Gesetz versperren. Doch spielt das Parlament da mit?

Dorle Neumann

Boris Johnson musste sich am Mittwoch der ersten Fragestunde als Premier stellen – und wirkte dabei fahrig, verhaspelte sich oft. Nach der Niederlage am Vortag steht er unter Druck.  Foto: dpa

Boris Johnson ist dabei, sich gewaltig zu verkalkulieren. Denn seine krude Argumentation, die EU werde nur einlenken und mit ihm über Verbesserungen im Austrittsvertrag reden, wenn ein No-Deal-Brexit drohe, verfängt nicht. Das haben ihm die Parlamentarier am Dienstagabend deutlich signalisiert. Und – zum Glück – gibt es inzwischen auch unter den Torys einige, denen die Zukunft ihres Landes wichtiger ist als ihre eigene politische. Keine unbedingte Loyalität für Johnson und seinen populistischen Kurs mehr.

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