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Kommentar

Bundeswehr bleibt länger in Afghanistan: Die Ohne-Grund-Mission

Das Kabinett hat am Mittwoch also grünes Licht für eine Verlängerung des Afghanistan-Mandats gegeben. Die Entscheidung war überfällig, das Ergebnis erwartbar. Das letzte Wort hat der Bundestag, auch er wird sich dem Ja nicht versagen. Also alles gut am Hindukusch? Wohl kaum.

Elmar Ries

Svenja Schulze (l-r, SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Heiko Maas (SPD), Außenminister, und Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, nehmen an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil. Das Bundeskabinett befasst sich in seiner 131. Sitzung unter anderem mit der Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte am Nato-geführten Einsatz Resolute Support für die Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen nationalen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte in Afghanistan Foto: Kay Nietfeld/dpa Pool/dpa

Schon vor Jahren hat sich die Nato in Afghanistan verrannt. Aus dem anfangs aus gutem Grund geführten Kampf gegen den islamistischen Terrorismus wurde mit der Zeit eine militärische Unterstützung, die nicht mehr durch ihre ursprüngliche Begründung gedeckt war und somit sukzessive ihren Sinn verlor. Hinzu kommt: Die Nato-Mission hatte von Anfang an einen kapitalen Webfehler – ihr fehlte der Plan, wann, wie und zu welchen Bedingungen sie ­beendet werden sollte.

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