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Kommentar

Bundesweiter Warntag: Überfälliges Signal

Münster

Der bundesweite Warntag hat funktioniert. Doch er kann nur ein erster Schritt sein in einer Welt voller neuer Gefahren. Worauf es ankommt - ein Kommentar. 

Eine Cell-Broadcast-Botschaft am allgemeinen Warntag. Foto: dpa/Thomas Frey

Katastrophenschutz hat nicht nur mit Planung, Organisation zu tun – sondern auch mit einer gewissen Geisteshaltung. Deutschland schien lange neuen Bedrohungen zum Trotz in einen Dornröschenschlaf versunken zu sein – Ergebnis war der verpatzte Warntag 2020. Erst die erschütternden Realitäten und das sträfliche Versagen bei der Information der Bevölkerung durch die Flutkatastrophe im Ahrtal haben zu einem Kurswechsel geführt.

Moderne Warnsysteme per „Cell Broadcasts“, aber auch traditionell per Sirene und über Medien – das ist ein Mindeststandard und muss in modernen Staaten immer und überall funktionieren. Dazu gehören regelmäßige Tests wie der am Donnerstag. Dass es diesmal gut ging, ist ein gutes erstes Signal. Denn die Lehre aus der Flutkatastrophe ist: Jede Sekunde, die die Bevölkerung eher informiert wird, kann entscheidend sein.

Katastrophenschutz geht alle an

Doch eine veränderte Geisteshaltung ist ein dauerhafter Prozess. Katastrophenschutz geht alle an. Wie engagiert die Menschen im Notfall mithelfen, ist ebenfalls eine Lehre aus der Flutkatastrophe. Schulungen, Notfallhelfersysteme – das Wissen, was im Katastrophenfall zu tun ist, muss fester Teil der Alltagsroutine werden.

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