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Kommentar

Corona-Rekord zur Unzeit – Lauterbach irritiert erneut

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist auf einem neuen Rekordwert - und parallel entfallen tiefgreifende Corona-Beschränkungen. Wie passt das zusammen? Ein Kommentar.

Von Stefan Biestmann

Es wird weiter gelockert. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (r, SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) stoßen mit ihren Ankündigungen auf Kritik. Foto: Bernd von Jutrczenka

Das fehlte gerade noch inmitten der Hiobsbotschaften aus der Ukraine: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Tag hat einen neuen Rekord erreicht. Dass gerade jetzt tiefgreifende Beschränkungen entfallen sollen und der Bund seinen Werkzeugkasten zur Pandemiebekämpfung aus der Hand gibt, sorgt zu Recht bei vielen Menschen für Kopfschütteln. Auch das Herumlavieren von Gesundheitsminister Karl Lauterbach irritiert erneut.

Erst warnte er vor einer Sommerwelle, um dann wenige Tage später mit dem Justizminister den Startknopf für weitere Lockerungen zu drücken. Natürlich bildet die Zahl der Neuinfektionen nicht die Belastung des Gesundheitssystems ab. Die Lage in den Kliniken bleibt angesichts meist milder Verläufe weiter beherrschbar. Doch die Experten warnen verständlicherweise davor, die Pandemie abzuschreiben oder zu unterschätzen.

Die Länder müssen es jetzt richten und sollten ihrer Verantwortung auch gerecht werden, die sie ja vor Wochen selbst eingefordert haben. Vor allem eine Maskenpflicht schützt und gibt Menschen in hoch frequentierten Innenräumen Sicherheit – gerade angesichts steigender Infektionszahlen.

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