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Kommentar

Corona-Tests für Urlauber aus Risiko-Gebieten: Selber zahlen, klar

Kostenlose Corona-Tests für Urlauber aus Risikogebieten – das ist die Marschrichtung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Wer dafür zahlen müsse, verweigere sich womöglich, argumentiert er. 

Elmar Ries

Foto: dpa (Symbolbild)

Ein Contra kommt auch aus Düsseldorf. Gesundheitsminister-Kollege Karl-Josef Laumann fährt seinem CDU-Parteifreund und Mitmünsterländer in die Parade. Wer das Geld hat, in Spanien oder Südafrika Urlaub zu machen, der könne auch die 40 oder 50 Euro für den Test berappen. Recht hat er.

Wer ohne Not und allen Warnungen zum Trotz in ein Corona-Risikogebiet fährt, um sich am Pool zu räkeln und die Seele baumeln zu lassen, geht ein höheres Risiko ein, sich zu infizieren – und gefährdet damit auch andere. Deutschland nimmt gerade unvorstellbar viel Geld in die Hand, um der Virus-Krise Herr zu werden, um Leben zu schützen und Folgen der Pandemie einzudämmen. Die Kosten dafür trägt selbstverständlich die Allgemeinheit.

Solidarität hat allerdings Grenzen. Eine ist erreicht, wenn Urlauber in Risiko-Gebiete reisen. Niemandem soll die Freiheit dazu genommen werden. Aber zur Freiheit gehört auch Verantwortung. Und das bedeutet: Verpflichtende Corona-Tests bei der Rückkehr. Und obendrein: die Kosten dafür selbstverständlich selber zahlen.

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