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Kommentar

Covid-19 überschattet das Weihnachtsfest

Weihnachten unter Lockdown-Diktat. Wegen der Pandemie ist das Fest in diesem Jahr anders, so still wie noch nie. Doch auch, wenn manch eine Tradition auf Eis gelegt werden muss, der Weihnachtsbotschaft kann die Seuche nichts anhaben.

Norbert Tiemann

Ein Herzanhänger hängt an einem geschmückten Weihnachtsbaum. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB

Beherbergungsverbot – Herbergssuche? War da nicht was? Covid-19 hat es geschafft. Weihnachten unter Lockdown-Diktat. Die entsetzliche Seuche, der immer mehr Menschen zum Opfer fallen, will uns das Fest verhageln. Die stille Nacht so still wie nie, die Einsamkeit noch ein Stück einsamer, die Trauer um Tote noch trauriger.

Trotzdem: Weihnachten! Ausgefallen die glühweingeschwängerten Adventsabende auf den Märkten. Abgesagt das Schrottwichteln in der Firma. Abrupt abgebrochen das Last-Minute-Shopping. Trotzdem: Heiligabend. Das Fest kommt in diesem Jahr mit weniger Stress, mit weniger Lärm und mit weniger Budenzauber in die Wohnungen und Häuser, zu den Menschen. Aber es kommt trotzdem mit einer Wucht, die eben nur Weihnachten zu entfalten vermag. Trotz aller Sorgen und Ängste, die die Feiertage mehr als sonst überschatten.

Weihnachten stiftet mit seiner Botschaft von Frieden und Liebe per se Identität. Dem kann auch das corona-bedingte Fehlen jahrzehntelang eingeübter Rituale nichts anhaben. Ungewöhnlich in diesem Jahr auch die Geschenke: Weder der Impfstoff noch der bewusste Verzicht auf Kontakte eignen sich für dicke rote Schleifen; besondere Geschenke eben, die uns, gerade in eher düsterer Zeit, zu besonders Beschenkten werden lassen.

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