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Kommentar

Das Flackern der Ampel: viel Streit und Eifersüchteleien

SPD, Grüne und FDP sind bereits nach zwei Monaten in der Realität angekommen. Außenpolitisch fällt der Ampel das ewige Rumlavieren in der Ukraine-Krise auf die Füße, im Inland zerrt Corona die Meinungsverschiedenheiten der Regierungspartner gnadenlos ans Licht.

Von Norbert Tiemann

Die Berliner Regierungsampel strahlt deutlich weniger hell als die bekannte Ampelblume im Innenhof der Stadtwerke München.

Mit viel Elan und wortgewaltiger Euphorie sind die Ampel-Partner vor zwei Monaten in die Regierung gestartet; geblieben ist davon bis heute wenig. Eingeholt von der krisengeschwängerten Wirklichkeit verfügen Scholz & Co. zweifellos über nur wenig Zeit zur Einarbeitung. Allerdings brechen jetzt auch Konflikte auf, die unter dem Tempo und dem Verschwiegenheits-Gelübde der Partner in der Phase des Bündnis-Schmiedens verborgen blieben. Die Ampel flackert – und die Wählerschaft quittiert mangelnde Strahlkraft mit Zustimmungs­entzug: Dass die SPD in jüngsten Umfragen auf einen Schlag vier Prozentpunkte verliert und hinter CDU/CSU zurückfällt, ist rekordverdächtig schlecht.

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