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Kommentar

Der Feind in Fernost: Die Nato sieht in China eine Bedrohung

Jahrhunderte lang war China ein auf sich bezogenes Land. So groß, dass es sich selbst genügte. Das ist lange vorbei.

Elmar Ries

Die Gipfelteilnehmer stehen beim Familienfoto vor Beginn der Arbeitssitzung des Nato-Gipfels. Foto: Michael Kappeler/dpa

Das Reich der Mitte hat sich zu einem Wirtschaftsgiganten gemausert und leitet daraus einen politischen Führungs­anspruch ab, den es so ­geschickt wie skrupellos umsetzt. Die außenpolitische Zurückhaltung – viele Jahre Credo der chinesischen Politik – ist Vergangenheit. Folglich war es zwangsläufig und nur eine Frage der Zeit, wann das Machtstreben Chinas mit den sicherheitspolitischen Interessen Europas und damit dem Gros der Nato-Staaten kollidiert.

China als Bedrohung zu definieren, dürfte auch ­Donald Trump gut zupasskommen. „America First“ bedeutet im Kern auch, keine Großmacht neben den USA tolerieren zu ­wollen.

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