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Kommentar

Der politische Streit verroht: Hass bleibt nicht virtuell

Politisch motivierte Straftaten haben im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Mehr als die Hälfte dieser Straftaten ging 2020 auf das Konto von Rechten. Politische Hass-Parolen haben Folgen im realen Leben, warnt unser Kommentator Martin Ellerich.

Martin Ellerich

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht im Rechtsextremismus die größte Gefahr für die Sicherheit unseres Landes. Foto: dpa

Zwei Klicks – und der Hass scheint sich nur so aus dem ­Monitor zu er­gießen: „Volksverräter“, „Kanzler-Diktatorin“ oder unverhüllt drohend: „Demnächst wird abgerechnet.“ Wo Hass sprießt, spritzt am Ende oft Blut. Das sollte auch dem Letzten spätestens seit dem 1. Juni 2019 klar sein: An dem Tag wurde Walter Lübcke auf seiner Terrasse erschossen. Vorausgegangen war eine beispiellose Hetzkampagne gegen den CDU-Politiker in den sozialen Medien – Mordaufrufe inklusive.

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