Kommentar

DFB-Spitze räumt Sessel: Ende eines unwürdigen Schauspiels naht

Funktionäre stehen ja im Ruf, wie Pattex an Amt und Stuhl zu kleben. Vielleicht hat es auch deshalb so lange gedauert, ehe die heillos zerstrittene Führungsebene des DFB am Montag zu der Einsicht kam, dass es für niemandem aus dem Gremium noch etwas zu retten gab. Ein Kommentar.

Wilfried Sprenger

Auf dem Weg zum Ausgang: DFB-Präsident Firitz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius. Foto: dpa

Tatsächlich hat dieses unwürdige Schauspiel mit üblen verbalen Verwerfungen und hinterhältig gesponnenen Intrigen viel zu lange gedauert.

Nun, immerhin ist das Ergebnis bemerkens- und deshalb auch vorzeigewert. Dass am Ende alle Protagonisten in diesem Schmierenstadel willens sind, sich kurz- und mittelfristig zurückzuziehen, gibt dem größten Sportverband der Welt eine wirkliche Chance auf den so notwendigen Neuanfang.

Was die Nachfolger der jetzt noch amtierenden Riege daraus machen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Man kann ihnen nur Glück und viele gute Entscheidungen wünschen bei der Ausmistung des Saustalls. Keller, Koch und Co. hinterlassen ein Erbe, das zunächst vor allem Last ist. Die Freude kommt später. Vielleicht.

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