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Kommentar

Die FDP-Granden arbeiten sich an Merkel ab

Umfrage-Schock für die SPD, wenig Schmeichelhaftes für Angela Merkel, die FDP weiter konstant unter der Zweistelligkeit: Die neuen demoskopischen Wasserstandsmeldungen gießen naturgemäß Öl ins parteipolitische Berliner Feuer.

Norbert Tiemann

Die FDP-Größen Christian Lindner (r.) und Wolfgang Kubicki. Foto: dpa

Die aufmüpfigen Jusos geben den großkoalitionären Ambitionen der SPD-Führung die Schuld für die plötzliche 19 vor dem Komma – verhängnisvoll daher angeblich jede weitere Stützung der Kanzlerin durch die Sozialdemokratie. Na dann – gute Reise in die anstehende Turbo-Sondierungsrunde. Und SPD-Chef Schulz muss schmerzhaft erfahren, dass das Bundestagswahl-Ergebnis von gut 20 Prozent noch nicht das untere Ende der Fallhöhe sein muss.

Geradezu niedlich das Gebaren der FDP-Größen Lindner und Kubicki. Offenbar noch immer schwer getroffen vom Trommelfeuer der Kritik nach ihrem unerwarteten Jamaika-Ausstieg mühen sich beide ab, der CDU eine Personaldebatte aufs Auge zu drücken: Merkel müsse weg, dann ließe sich selbst wieder neu von Jamaika träumen. Wie war das noch mit der Umfaller-Partei?

Würden sich in der CDU attraktive personelle Alternativen bieten – Angela Merkel sähe sich ganz sicher einer Nachfolgedebatte ausgesetzt. In Ermangelung derselben dürfte allerdings das schon vielfach herbeigeredete Endspiel der Kanzlerin in eine Verlängerung gehen.

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