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Tarifeinigung im öffentlichen Dienst

Drei Gewinner

Nach massiven Warnstreiks kam die Einigung. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen mehr Geld. Besonders hohe Zuschläge gibt es in der Pflegebranche.

Jürgen Stilling

Horst Seehofer (CSU, l), Bundesminister des Innern, und Frank Werneke, Verdi-Vorsitzender, präsentierten dei Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst. Foto: Christoph Soeder

Es gibt allen Grund, wegen der überraschend schnellen Einigung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes erleichtert zu sein. Der Kompromiss bedeutet eine Win-win-win-Situation: für die Mitarbeiter, die öffentlichen Kassen und vor allem für die Öffentlichkeit.

Besonders erfreulich ist der unterschiedliche Zuschnitt der Tariferhöhungen auf einzelne Berufsgruppen. Notwendig war – nicht nur angesichts der aktuellen Corona-Pandemie – die deutlich stärkere Anhebung der Salärs in den Pflegeberufen. Hier wird endlich Schwerstarbeit angemessener entlohnt. Zumal gerade untere Lohngruppen bislang stark unterbezahlt waren. Für die öffentlichen Haushalte bringt der Abschluss zwar eine massive zusätzliche Belastung, die in der aktuellen Krise sicher nur schwer zu stemmen ist. Allerdings macht die Laufzeit des Vertrages von 28 Monaten die Finanzierung kalkulierbarer.

Alle Bürger, vor allem Berufspendler und Eltern mit Kita-Kindern, können sich indes über das mit der Einigung verbundene Ende der Warnstreiks freuen. Die hatten den Menschen zum Teil enorme Lasten auferlegt – eine in Corona-Zeiten extrem unsolidarische Strategie der Gewerkschaft Verdi.

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