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Kommentar

Ausländische Fachkräfte: Einwanderung ist nötig

Deutschland braucht die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte in den Arbeitsmarkt. Das ist unstrittig. Über das Wie darf man konstruktiv streiten. Die politische Debatte ist davon leider noch meilenweit entfernt. Ein Kommentar.

Von links nach rechts: Hubertus Heil (SPD), Nancy Faeser (SPD), Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), und Bettina Stark-Watzinger (FDP) nehmen an einer Pressekonferenz zur Fachkräfte-Einwanderung teil. Foto: Michael Kappeler/dpa

Dass Deutschland die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte dringend benötigt, um die immer größer werdenden Löcher im Arbeitsmarkt zu stopfen, ist eine Binse. Überfällig und darum gut ist es, dass die Ampel das Thema endlich aktiv angeht. Dass es dabei schon wieder knirscht im Koalitionsgebälk, ist allerdings bezeichnend für den fragilen Zustand der Regierungskoalition.

Das Thema Einwanderung ist eines, das auch in Deutschland grundsätzlich mit spitzen Fingern angefasst wird. Weil die Flüchtlingskrise von 2015 nachwirkt und der Zuzug von Ausländern immer noch viel zu oft mit Migration in die Sozialsysteme übersetzt wird und darum negativ konnotiert ist.

Natürlich ist darum die koalitionsinterne Kritik der FDP nicht von der Hand zu weisen, dass Zuwanderung vor Einbürgerung geregelt werden muss. Selbstverständlich müssen parallel zur Zuwanderung auch alle anderen Potenziale gehoben werden, um freie Jobs bestmöglich zu besetzen, so wie es Friedrich Merz fordert. Vor allem beim CDU-Chef schwingt in der Debatte um Zuzug und Staatsbürgerschaft allerdings immer ein unguter Ton mit, einer, der unausgesprochen Ressentiments bedient. Das ist zwar gewollt, aber wenig konstruktiv und am Ende nur schädlich. Für die Sache – und auch für die Union.

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