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75 Jahre Auschwitz-Befreiung: Kommentar

Erinnern für alle Zeit

Auschwitz steht für ein – im wahren Sinne des Wortes – unvorstellbares Verbrechen. Zeitzeugen, die das Leid greifbar und glaubhaft machen können, werden seltener. Sie werden fehlen. Das Erinnern wird schwieriger. Aber es darf keinen Schlussstrich ­geben – niemals. Ein Kommentar.

Martin Ellerich

Blick auf dieAufzeichnungen Sheindi Ehrenwalds bei der Eröffnung der Ausstellung «Deportiert nach Auschwitz - Sheindi Ehrenwalds Aufzeichnungen» im Deutschen Historischen Museum. Foto: Jörg Carstensen

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Es ist kein Zufall, dass das Grundgesetz mit diesem Satz beginnt – es ist die Lehre, die die Mütter und Väter der Verfassung aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte gezogen haben. Nicht wenige von ihnen auch aus ihrem persönlichen Leid. Nie wieder Auschwitz! Nie wieder Diktatur! Der Gedanke hat sie geleitet, die Menschenrechte unab­änderlich festzuschreiben.

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