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Kommentar zum Krisenherd Balkan

Fremdwort Frieden

Münster

Serben gegen Kosovo-Albaner, Serben gegen Bosniaken: Der Balkan ist nach wie vor ein Pulverfass. Der Westen spielt in der Region seit Langem eine ambivalente Rolle. Ein Kommentar.

Von Elmar Ries

Polizisten sind in an einer Absperrung im Einsatz während in der Stadt Sirenenalarm zu hören ist. Im überwiegend serbisch bevölkerten Norden des Kosovos haben militante Serben am Sonntag Barrikaden errichtet. Unbekannte hätten außerdem Schüsse in Richtung kosovarischer Polizisten abgegeben, verletzt worden sei dabei niemand, teilte die Polizei in Pristina am späten Sonntagabend mit. Foto: picture alliance/dpa/TV7News | Festim Beqiri

Auch wenn der akute Konflikt zwischen Serben und Kosovo-Albanern entschärft und zumindest für den Moment die Vernunft über den Vorbehalt gesiegt zu haben scheint, zeigt der Streit eines: Auch 30 Jahre nach den Balkan-Kriegen präsentiert sich die Region als Pulverfass. Russlands aggressive Außenpolitik wirkt dabei wie ein Brandbeschleuniger, der darauf angelegt ist, den alten ethnisch-nationalistischen Grundkonflikt immer wieder neu zu befeuern.

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