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Kommentar: Corona-Politik

Geht doch! Bund und Länder mit einer Stimme

Münster

Sowohl die geschäftsführende Regierung als auch die kommende Ampel-Koalition hätte angesichts der Coronalage längst handeln müssen. Nach den aktuellen Bund-Länder-Beschlüssen scheint die Politik wieder in den Handlungsmodus zu kommen. Ein Kommentar.

Von Norbert Tiemann

Ein Mann geht an einem Schild, das auf die 2G-Regel hinweist, in eine Gaststätte. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat drastische Einschränkungen unter anderem für Clubs, Bars und Discos angekündigt. Foto: dpa Foto: Oliver Berg

Nach Wochen des Palaverns und der gegenseitigen, durchaus auch parteipolitisch motivierten Schuldzuweisungen über aktuelle und frühere Tatenlosigkeiten oder Fehl­einschätzungen wird endlich regiert.

Bund und Länder mit einer Stimme. In der schlimmsten Krise der Nachkriegszeit wünscht die Bevölkerung dieses Format an politischer Führung. Geht doch! Dass es dazu erst der explodierenden Corona-Zahlen bedurfte, bleibt beklemmend.

Die Politik muss nun liefern

Jenseits von Böllerverbot und reduzierter Fan-Fülle in Stadien bedeuten die aktuellen Beschlüsse eines: ­Lockdown für Ungeimpfte. Ihre Teilnahme am öffentlichen Leben wird ihnen massiv beschnitten. Auch wenn die es nicht gerne hören: Sie sind maßgeblicher Treiber der Pandemie; Infektions- und Sterbefall-Zahlen sind in den Regionen mit geringer Impfquote besonders hoch.

Mit Ausnahme der „überzeugten“ Impfverweigerer ­dürften die Maßnahmen geeignet sein, bei den bisher Gleichgültigen, Uninteressierten oder auch nur Uninformierten nun doch noch den Weg zur Spritze zu ebnen.

Aber auch die Politik muss nun liefern: Impfstoff, neben den Kontaktverboten das zweite probate Wellenbrecher-Mittel. Nachschub-Engpässe? Inakzeptabel.

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