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Zuschuss für Flughafen

Geld verschafft dem FMO Luft

Der Bund hat beschlossen, Flughäfen mit einer Millionenförderung zu unterstützen, um die Folgen der Corona-Krise zu lindern. Auch der FMO profitiert. Hilft das?

Gunnar A. Pier

Nichts los am FMO - Corona hat Schuld. Aber geht's nach der Pandemie wieder aufwärts? Foto: Gunnar A. Pier

Dass der Bund mit einer Millionenförderung den Flughäfen Wind unter die Flügel bläst und eine unkontrollierte Bauchlandung vorerst abwendet, ist eine gute Nachricht. Die Airports sind mehr als nur überflüssige Spaßanlagen für klimaschädigende Mallorca-Urlauber: Sie sind wichtige Infrastruktureinrichtungen für die Wirtschaft und dienen der Daseinsvorsorge.

Die Aussicht auf das Geld verschafft dem FMO Luft. Das ist dringend notwendig, weil den Flughäfen in dieser Pandemie vielfach die Perspektive fehlt.

Aber klar ist auch: Es genügt nicht, jetzt den Flugverkehr sprichwörtlich in der Luft zu halten, damit nach Corona alles wieder so weiter geht wie vorher. Die Welt wird anders sein als vor der Pandemie – und sei es, weil Geschäftsleute besser als zuvor mit Videotelefonie und Online-Konferenzen klarkommen. Sie machten bislang 40 Prozent der FMO-Passagiere aus. Um zu überleben und gesund zu bleiben, wird der FMO sich an die neue Lage mit mutmaßlich dauerhaft weniger Flugaufkommen anpassen müssen. Viele Vorschläge wie der einer Schließung oder einer Zukunft ohne Flugverkehr gehen zu weit – aber eine Diskussion ist notwendig.

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