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Kommentar

Handorf ohne Wersehof

Viel schlimmer hätte es nach einem Jahr der Schließungen nicht kommen können: Der Saal des Wersehofs war gewissermaßen letzte Zuflucht für Kegelclubs, für Chöre, für Generalversammlungen. Und die Gaststube ist immer noch die Dorfkneipe schlechthin: Ohne den Wersehof geht Handorf ein Stück Bodenhaftung verloren.

Lukas Speckmann

Den Wirten den Schwarzen Peter zuzuschieben, ist ein einfaches Spiel. Aber wo sind die Dreierreihen an der Theke nach dem Hochamt am Sonntag geblieben? Wo die 30 Hochzeitsfeiern im Jahr? Warum will niemand mehr kellnern oder kochen? Warum werden die Auflagen immer strenger? Warum zieht es die Jugend in die Innenstadt und nicht mehr in die Dorfkneipe? Da wird der leidenschaftlichste Gastwirt mürbe – erst Recht an der Grenze zum Rentenalter.

Nun braucht es einen Plan B. Eine Mehrzweckhalle, ein Bürgerzentrum, ein großes Sportheim, gute Ideen. Handorf kann definitiv mehr als Schlafstadt.

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