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Neue Affäre um verschwundene Munition erschüttert Elite-Einheit KSK

Herber Rückschlag

Die Elite-Einheit KSK agiert nach rechtsextremen Vorfällen unter Bewährung. Die neue Affäre um die geheime „Amnestie“-Aktion ist ein herber Rückschlag im Reformprozess. Die Verteidigungsministerin muss schleunigst Konsequenzen ziehen. Ein Kommentar.

Stefan Biestmann

Eine neue Affäre um verschwundene Munition erschüttert die Elite-Einheit KSK. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Noch Anfang dieses Jahres wähnte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das KSK auf dem richtigen Weg, nachdem die Elite-Einheit 2020 wegen rechtsextremer Vorfälle massiv in die Kritik geraten war. Die Berichte über die geheime „Amnestie“-Aktion torpedieren den Reformprozess und sind ein herber Rückschlag. Es ist unerklärlich, warum Soldaten entwendete Munition ohne Konsequenzen zurückgeben durften.Die Ver­tuschungsaktion verdeutlicht das Eigenleben, das das KSK entwickelte. Die „Mauer des Schweigens“ muss gebrochen werden. Die neuen Negativschlagzeilen schaden auch der Ministerin, die das Thema KSK zur Chefsache erklärte. AKK wollte mit „eisernem Besen“ kehren. Diesem Anspruch muss sie gerecht werden. Es war richtig, dass die Ministerin Reformen einleitete. Doch das reicht nicht.Sie mussdie „Amnestie“-Aktion schleunigst aufklären und Konsequenzen ziehen – auch im Verteidigungsministerium.

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