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Kommentar

Inflation schränkt Sparfähigkeit ein: Bedrohte Zukunft

Es steht mehr auf dem Spiel als eine kurzfristige Ebbe im Portemonnaie der Verbraucher. Die extrem hohe Inflation droht nicht nur aktuell den Wohlstand zu gefährden, sondern auch die Altersversorgung vieler Bundesbürger.

Ein Kommentar von Jürgen Stilling

Geld fürs Alter können die Menschen kaum noch zurücklegen. Foto: dpa

Wenn das Gros der Menschen das komplette Einkommen benötigt, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, landen nur noch selten wenige Euro auf den Sparkonten. Dabei dürfte momentan kaum die Tatsache eine Rolle spielen, dass es nach wie vor keine Zinsen auf dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto gibt. Meist sind am Ende des Monats wegen der Preissprünge an den Zapfsäulen und in den Supermärkten die Taschen leer. Hinzu kommt, dass viele Verbraucher die bevorstehenden Nachzahlungen für Gas noch verdrängen.

Wenn es den Währungshütern nicht schnell gelingt, die Inflation in den Griff zu bekommen, könnte Altersarmut eine Nebenwirkung der aktuelle Preisturbulenzen sein. Nur mit deutlichen Zinserhöhungen ist diese Bedrohung für die Zukunft abzuwenden. Die Gefahr, dadurch die Konjunktur zu belasten, ist sicher real. Allerdings hat sich in der Vergangenheit eine beherzte Zinswende als effektiver erwiesen, als stotternd zu bremsen.

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