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Kommentar zu Kanzler Scholz:

Falsche Verzagtheit

In der Ukraine-Krise bekleckert sich Deutschland gerade nicht mit Ruhm. Die Regierung fährt keine klare Linie und ist obendrein viel zu verzagt. Der Westen staunt, Russland freut sich: Die Uneinigkeit nützt Putin. Und Scholz? Ist abgetaucht. Für einen, der führen wollte, ist das blamabel. Ein Kommentar.

Von Elmar Ries

Nein, da liegt SPD-Parteichef Lars Klingbeil mit seiner Analyse komplett daneben. Die Haltung der SPD im ­Ukraine-Konflikt ist nicht „völlig klar“. Sie ist völlig unklar, und wird darum auch international nicht nachvollzogen. Die Bündnispartner sind vielmehr entsetzt über das deutsche Herumgeeiere. Während Polen, Dänemark, Spanien, Tschechien, Großbritannien, Estland und die USA die Ukraine militärisch unterstützen – oder dies erwägen –, bietet Deutschland ein Feldlazarett und 5000 Helme an und diskutiert das Thema nicht. Die Enttäuschung, dass die Führungsmacht Europas wieder mal nicht führt, ist groß.

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