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Kommentar

Kartellamt nimmt Facebook unter die Lupe: Wunden Punkt gefunden

Einloggen mit den Facebook-Zugangsdaten, Seiten aufrufen, die man mit einem „Gefällt-mir-Knopf“ bewerten kann, unbewusst Tracking-Skripte auslösen: Wer sich ins Internet begibt, muss wissen, dass er zahlreiche Spuren hinterlässt. 

Frank Polke

Das Kartellamt sieht missbräuchliche Datensammlung bei Facebook. Foto: Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr als das: Mit diesen Spuren, mit gesammelten Daten über sein Surf-, Such- und Kaufverhalten bezahlt der Nutzer für viele Dienste in der digitalen Welt. Unternehmen erstellen daraus Kundenprofile und personalisieren auf dieser Basis die Werbung.

Alles ganz legal. Man mag gar nicht daran denken, was passieren kann, wenn Gauner statt seriöser Firmen in den Besitz von Kauf- und Bewegungsprofilen, von Konten- und Log-in-Daten kommen.

So gesehen ist es allemal zu begrüßen, dass das Kartellamt sich das Geschäftsgebaren von Facebook und Co. genau anschaut. Denn es wird ernst für den Verbraucher, wenn Monopolisten nach Motto „Friss oder stirb“ handeln.

Wer einmal die Nutzungsbedingungen akzeptiert, unterschreibt auch viel Unangenehmes im Kleingedruckten. Das sollte dem Nutzer im ersten Schritt zumindest bewusst werden. Wünschenswerter aber wäre es, wenn er an vielen Stellen echte Auswahlmöglichkeiten hätte.

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Drängt das Kartellamt die Unternehmen – denn unter dem Strich geht es nicht nur um Facebook – in diese Richtung, hat es viel für den Verbraucher- und den Datenschutz getan.

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