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Biden legt Truppenabzugspläne auf Eis

Kein Blankoscheck

Washington/Berlin

Die Ansage Joe Bidens, vorerst keine Truppen aus Deutschland abzuziehen, ist eine Kehrtwende in der amerikanischen Außenpolitik und ein Neuanfang der transatlantischen Partnerschaft. Um das Bündnis mit neuem Leben zu füllen, muss Deutschland mehr in die Verteidigung investieren und mehr Verantwortung übernehmen. Ein Kommentar.

Stefan Biestmann

Der neue US-Präsident Joe Biden hat den Truppenabzug aus Deutschland vorerst gestoppt. Foto: imago-images

Das Aufatmen ist zu Recht groß, nachdem Joe Biden den Abzug von 12 000 Soldaten aus Deutschland vorerst gestoppt hat. Erleichtert sind nicht nur strukturschwache Regionen mit großen US-Kasernen in der Eifel und der Oberpfalz. Die Sorge vor dem Wegfall ziviler Arbeitsplätze und einem Kaufkraftverlust in dreistelliger Millionenhöhe war riesig. Aber vor allem ist die Kehrtwende ein Zeichen der deutsch-amerikanischen Freundschaft – in der Hoffnung, die in der Trump-Ära entstandenen tiefen Risse im transatlantischen Verhältnis wieder kitten zu können. Die Wende zum Besseren ist eingeleitet.

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