Der Osten hat gewählt

Kommentar: Blaue Augen, blaue Wunder

Blaue Augen für CDU und SPD, Rekordergebnisse für die AfD: Bei den Landtagswahlen erlebten Brandenburg und Sachsen gespenstische blaue Wunder. Ein Kommentar zum Wahlausgang.

Norbert Tiemann

Reaktionen auf die Wahlergebnisse: Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen und seine Lebensgefährtin Annett Hofmann freuen sich über das Ergebnis der CDU (unten). Oben v.l.n.r.: Andreas Kalbitz, Spitzenkandidat der AfD in Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, Jörg Urban, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen, Jörg Meuthen, Bundesvorsitzender der AfD. Foto: dpa

Die historisch schlechten Wahlergebnisse hatten CDU und SPD in Sachsen wie in Brandenburg längst eingepreist; dass den wahlkampffleißigen Hauptmatadoren überdies ein guter Schlussspurt gelungen ist und verheerende Fiasko-Verluste ausgeblieben sind, die auch das politische Berlin hätten erschüttern können, dient der allgemeinen Beruhigung. SPD-Ministerpräsident Woidke in Brandenburg und CDU-Ministerpräsident Kretschmer in Sachsen können, wenn auch mit einem blauen Auge und in veränderten Koalitionen, weiterregieren. Machterhalt als wahre Währung.

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