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Was der Papst in Erinnerung ruft

Kommentar: Die eine Menschheit

Mit seiner neuen Enzyklika legt Papst Franziskus eine scharfsichtige Analyse globaler Verwerfungen und Krisen vor. Und er mahnt die Menschheit, sich auf Nächstenliebe und Solidarität zu besinnen.

Johannes Loy

Papst Franziskus winkt während des Angelus-Mittagsgebets aus seinem Atelierfenster mit Blick auf den Petersplatz. Nach gut fünf Jahren Pause gibt es eine neue Enzyklika von Papst Franziskus. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa

Geschwisterlichkeit in der einen Menschheitsfamilie: Dieses Bild, dieser flehentliche Appell zu mehr Miteinander in der einen Welt zieht sich wie ein Leitfaden durch die neue, ebenso eindrückliche wie eindringliche Sozialenzyklika des Papstes. Der 83-jährige Pontifex begab sich, sehr symbolträchtig, zum Namensfest des heiligen Franziskus, seinem großen Vorbild, nach Assisi, um das Schreiben vorzustellen. Auch wenn Papst Franziskus in seinen Botschaften zuvor schon viele der ihn bedrängenden Menschheitsthemen von den Kriegen und Konflikten bis hin zur ökologischen Katastrophe angesprochen hatte, so darf man diese Enzyklika doch auch als eine Art prophetisches Testament des Pontifex begreifen.

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