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Kommentar

Krieg schwächt deutsche Wirtschaft: Ein hoher Preis

Überraschend kommt die Flaute nicht: Dass die hohen Energiepreise infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine das Wachstum der deutschen Wirtschaft stark abbremsen würden, war bereits lange absehbar.

Ein Kommentar von Jürgen Stilling

Die deutsche Wirtschaft schwächelt – auch der Export über den Hamburger Hafen. Foto: dpa

Die aktuelle Stagnation dürfte wohl erst der Anfang einer steilen Talfahrt sein. Vor allem dann, wenn es zu einem totalen Gas-Lieferstopp Putins kommen sollte, rutscht Deutschland in eine schwere Rezession – davon sind alle ernstzunehmenden Ökonomen überzeugt.

Die Solidarität mit der Ukraine hat einen hohen Preis. Dennoch sind viele Unternehmen hierzulande so gut aufgestellt, dass sie die vorübergehende Schwächephase ohne größere Blessuren überstehen. Dabei hilft zumindest den Exporteuren der aktuell schwache Euro. Sehr lange währt die Krise wohl deshalb nicht, weil Putin Krieg und Sanktionen nur kurze Zeit durchhalten kann. Auch die Explosion der Energiepreise wird ein Ende finden, weil den Nachfragern schon bald das Geld ausgeht.

Am Arbeitsmarkt kommen die konjunkturellen Turbulenzen kaum an. Der Grund: Gute Mitarbeiter sind rar. Die meisten Unternehmen vermeiden deshalb auch in der Flaute Kündigungen.

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